Sober Buddy Challenge – Verliert der alkoholfreie Januar an Beliebtheit?
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Sober Buddy ChallengeVerliert der alkoholfreie Januar an Beliebtheit?

LUXEMBURG – Die Fondation Cancer hatte mit der Sober Buddy Challenge im Jahr 2021 mehr als 2500 Menschen zusammengebracht. Dieses Mal waren es weniger.

Die Sober Buddy Challenge der Fondation Cancer ging im Januar in seine zweite Runde.

Die Sober Buddy Challenge der Fondation Cancer ging im Januar in seine zweite Runde.

AFP/Luca Sola

Rund 1200 angemeldete Teilnehmer gegenüber 2580 im vergangenen Jahr: der Dry January findet 2022 deutlich weniger Anklang. Ziel der Challenge ist es im Grunde, den ganzen Januar über keinen Alkohol zu sich zu nehmen. In Luxemburg hat diese Herausforderung an Beliebtheit verloren.

Zum zweiten Mal hat die Fondation Cancer ihre Sober Buddy Challenge organisiert, die sich am britischen Dry January orientiert. «Studien haben gezeigt, dass die Menschen während der Pandemie viel mehr Alkohol getrunken haben», bedauert Lucienne Thommes, die Direktorin der Krebsstiftung. Eine Ursache unter vielen, die die geringe Teilnahme am alkoholfreien Monat erklärt. «Im letzten Jahr erlebten wir den Premieren-Effekt, es war unsere erste Auflage der Challenge. Ebenfalls wissen wir nicht, wie viele Personen teilnehmen, ohne angemeldet zu sein.»

Tipps zum Mixen von alkoholfreien Cocktails

Im letzten Jahr hatten nämlich eigentlich fast 99 Prozent der befragten Teilnehmer angegeben, dass sie wieder mitmachen würden. Damals hatten nur 48 Prozent 31 Tage lang durchgehalten. Die gleiche Anzahl gab an, besser geschlafen zu haben, 32 Prozent hatten Gewicht verloren und 27 Prozent konnten sich laut eigenen Angaben besser konzentrieren. Alkohol ist nach wie vor der zweitgrößte Risikofaktor für Krebs, dennoch konsumierte 2019 laut Eurostat jeder dritte Einwohner mindestens einmal im Monat sehr viel vom Rauschmittel.

Auf der Website sober-buddy.lu kann die Challenge nachverfolgt werden und obendrein gibt es Tipps zum Mixen von alkoholfreien Cocktails. Für Lucienne Thommes ist die Teilnahme immer noch sehr ordentlich, ist sie auch noch höher als die in England (200 gegenüber 30 pro 100.000 Einwohner). Ebenfalls erinnert sie daran, dass Leute, die bisher unentschlossen waren, auch einen anderen Monat als alkoholfreie Zeit ernennen können.

(nm/L'essentiel)

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