Ungereimtheiten – Vermögen von Wirecard-Chef wird gesucht

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UngereimtheitenVermögen von Wirecard-Chef wird gesucht

Der langjährige Chef des Skandal-Unternehmens Wirecard Markus Braun sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise, dass er sein Vermögen verschoben haben könnte.

Es tut sich etwas im Fall um das deutsche Skandal-Unternehmen Wirecard. Die Staatsanwaltschaft München fahndet nach dem Vermögen des ehemaligen Wirecard-Chefs Markus Braun, der zurzeit im Gefängnis sitzt. Darüber berichtet das «Handelsblatt».

Die Staatsanwaltschaft hat Indizien, dass Braun Teile seines Vermögens verschoben haben könnte. Konkret geht es um Bilder, die aus seinem Anwesen in Kitzbühel weggeschafft worden seien. Ein Teil des vorgefundenes Mobiliars soll auf Brauns Ehefrau überschrieben worden sein. Zudem liegen der Staatsanwaltschaft offenbar neue Informationen über eine weitere Immobilie in Österreich vor, die Braun gehöre. Braun selbst beteuert, all sein Vermögen in der Höhe von 75 Millionen Euro sei eingefroren.

2020 musste Wirecard Konkurs anmelden

Wirecard war ein börsenkotiertes deutsches Unternehmen, dass sich auf Lösungen im Bereich Zahlungsabwicklungen und Kreditkarten spezialisiert hatte. 2020 musste Wirecard Konkurs anmelden, nachdem bekanntgeworden war, dass das Unternehmen über Jahre hinweg Bilanzen gefälscht, Aufträge frisiert und Kunden erfunden hatte.

Es geht um 1,9 Milliarden Euro, die spurlos verschwunden sind – genau wie der Top-Manager Jan Marsalek, der seit Beginn der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Wirecard untergetaucht ist. Die Polizei fahndet nach ihm, es liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Der Fall Wirecard löste in Deutschland einen politischen Skandal aus, der zur Schaffung eines Untersuchungsausschusses im deutschen Bundestag führte. Vor diesem mussten im April auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutsche Finanzminister Olaf Scholz antraben.

(L'essentiel/Reto Heimann)

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