Luxemburg: Verpackungsfreie Läden werden für ihre Arbeit ausgezeichnet

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LuxemburgVerpackungsfreie Läden werden für ihre Arbeit ausgezeichnet

LUXEMBURG – Der Preis Hëllef fir d'Natur wurde am Dienstag an die Kooperative Ouni verliehen, die mit den Unverpackt-Läden dazu beiträgt, den Müll im Großherzogtum zu reduzieren.

von
Joseph Gaulier

JG/L'essentiel

Sechs Jahre nach dem Start des Projekts wurde Ouni für seine Arbeit ausgezeichnet: Die Mitglieder der Kooperative haben am Dienstagabend den jährlichen Preis «Hëllef fir d'Natur» für ihre beiden verpackungsfreien Läden in Empfang genommen. «Was die Jury motiviert hat, ist, dass sie in beiden Läden lose Ware verkaufen», sagte Claude Meisch, Vizepräsident der Stiftung Hëllef fir d'Natur, «so reduziert man die Plastik-Verpackungen, die ein gigantisches Problem darstellen. Nur neun Prozent der Kunststoffe werden recycelt.»

«Dieser Preis tut uns gut», erklärte Tifenn Eyraud, Mitglied des Verwaltungsrats von Ouni. Gerade nach der schwierigen Zeit während der Corona-Pandemie. Das Geschäft in Luxemburg habe seit der Eröffnung im Dezember 2016 zwar «von Anfang an sein Publikum» gehabt, aber das zweite Geschäft in Düdelingen habe gelitten, da es im März 2020 eröffnet wurde – also kurz vor dem Lockdown. «Wir müssen über eine neue Strategie nachdenken», sagte Tifenn Eyraud, «Das Modell mit vielen Leuten im Laden funktioniert nicht mehr.»

Alain Rischard/Editpress

Auch Umweltministerin Carole Dieschbourg schwärmte vom verpackungsfreien Laden: Ouni ist «eines der beeindruckendsten Konzepte, die ich in meiner Karriere gesehen habe», sagte sie. Dabei sei der Verzicht auf Verpackungen nur ein Element. Denn die Läden würden auch «die Lieferanten ermutigen, weniger Verpackungen zu verwenden», sagt Julien Gannard, Mitglied des Rates. Daneben stehe aber auch ein klares Nein zu Pestiziden und die bewussten Entscheidung für kurze Transportwege. «Unseren Fußabdruck zu verringern ist eine Notwendigkeit», sagte Dieschbourg.

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