Öffentliche Finanzen – Verschuldung belastet Kommunen

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Öffentliche FinanzenVerschuldung belastet Kommunen

LUXEMBURG - Luxemburgs Gemeinden sind zunehmend verschuldet. Die Unsicherheit rund um das Gesetz über die kommunalen Finanzen hilft da nicht gerade weiter.

Meist ist es der Bau teurer Infrastrukturen, wie Schulen oder sozialen Einrichtungen, welcher die Kommunen in die Schuldenfalle führt.

Meist ist es der Bau teurer Infrastrukturen, wie Schulen oder sozialen Einrichtungen, welcher die Kommunen in die Schuldenfalle führt.

DPA

In Differdingen beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung derzeit zwischen 2500 und 3000 Euro. Laut dem Schöffen Roberto Traversini (Déi Gréng) wird es 15 bis 25 Jahren dauern, bis diese zurückgezahlt ist. Die Schuldenlast habe in den vergangenen Jahren zugenommen. «Wir haben größere Projekte wie die Schule Foussbann mit 44 Millionen Euro finanziert und die Zahl der Tagesstättenplätze innerhalb von vier Jahren von 250 auf 850 ausgebaut haben», erklärt Traversini.

In der Hauptstadt beträgt die Gesamtschuld rund 20 Millionen Euro. Auf die Zahl der Einwohner berechnet entspricht dies mehr als 200 Euro pro Kopf. Mit einer Verschuldung von 8,8 Millionen Euro für 2012 und weiteren geplanten Anleihen im kommenden Jahr, deren Höhe zur Zeit diskutiert wird, hat auch die zweitgrößte Stadt des Landes, Esch-sur-Alzette (31 000 Einwohner), eine hohe Schuldenlast von 284 Euro pro Kopf zu tragen.
In Mamer betrug die Pro-Kopf-Verschuldung gar 3 375 Euro. «Die Schuld belastet allerdings die Einnahmen der Kommune nur mit 6,8 Prozent», erklärt der stellvertretende Bürgermeister Gilles Roth. Das Innenministerium erlaube eine Belastung von bis zu 20 Prozent.

Zusätzlich zu den kommunalen Schulden kommen die Staatsschulden, die momentan geschätzt bei neun Milliarden Euro, oder 17 147 Euro pro Kopf liegen.

(L'essentiel Online/Patrick Théry)

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