Aufnahmetest – Versteckte Kamera in der Prüfung? Schlechte Idee!

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AufnahmetestVersteckte Kamera in der Prüfung? Schlechte Idee!

Studenten wollten es sich bei der Aufnahmeprüfung einer Medizin-Hochschule besonders leicht machen. Doch der Versuch ging nach hinten los.

Eine medizinische Hochschule in Thailand hat mehrere Studenten erwischt, die versucht haben, auf ungewöhnliche Art während der Aufnahmeprüfung zu spicken. Laut dem Rektor der Schule, Arthit Ourairat, trugen mindestens drei Studenten während der Prüfung Datenbrillen mit eingebauten Kameras.

So konnten sie die Fragen der Prüfung an ein Team übermitteln, das wiederum die Antworten auf die Datenuhren der Studenten schickte. «Das alles geschah in Echtzeit», erklärt der Rektor laut der Nachrichtenagentur AFP. Wer genau die Fragen beantwortet hat, ist bisher nicht klar. Laut Ourairat hatten die Studenten für den Spick-Service und das Equipment umgerechnet pro Person rund 20.000 Euro bezahlt.

«Wie in einem Hollywoodfilm»

Die Studenten sind laut dem TV-Sender «Channel 3» nun auf der schwarzen Liste der Hochschule gelandet. In Thailand verbreitete sich der Facebook-Beitrag des Rektors viral. Während einige Nutzer den Einfallsreichtum der Schüler lobten, wurden die Studenten von anderen für ihren Betrugsversuch verurteilt.

So kommentierte ein Nutzer, dass er dankbar sei, dass die Schüler geschnappt wurden, weil es sonst «illegale Ärzte» gegeben hätte. Ein anderes Facebook-Mitglied erinnerte die Aktion an den Film «Mission Impossible». Laut AFP sind medizinische Ausbildungen in Thailand besonders gefragt, da Ärzte im privaten Sektor ein kleines Vermögen machen könnten.

Dass Schüler mit Gadgets spicken, ist kein Novum. So flogen in China schon mehrere Schüler auf, die versuchten während Tests mit Spionagezubehör zu mogeln. Deshalb werden nun teilweise sogar Drohnen eingesetzt, die Radiosignale überwachen.

In den USA baute ein findiger Schüler kurzerhand sein iPhone in den Taschenrechner ein. Hierzulande versuchen Universitäten dem Spicken mit Verboten einen Riegel zu schieben. So sind etwa an den Jus-Prüfungen der Universität Bern keine Armbanduhren mehr erlaubt.

(L'essentiel/tob)

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