Arbeit in Luxemburg – Vertrauliche Meetings dürfen online stattfinden

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Arbeit in LuxemburgVertrauliche Meetings dürfen online stattfinden

LUXEMBURG – Auch vertrauliche Meetings dürfen im Großherzogtum als Videokonferenz stattfinden, so Arbeitsminister Dan Kersch. Sicherheit müsse aber gewähreistet sein.

Arbeitsminister Dan Kersch sieht in vertraulichen Videokonferenzen grundsätzlich kein Problem.

Arbeitsminister Dan Kersch sieht in vertraulichen Videokonferenzen grundsätzlich kein Problem.

Seit Beginn der Coronakrise und den damit verbundenen Maßnahmen werden immer mehr Meetings in Videokonferenzen abgehalten. «Sie sind alltäglich geworden», sagt der CSV-Abgeordnete Marc Spautz, der dennoch die Frage aufwirft, ob die Treffen aus Gründen der Vertraulichkeit nicht besser «hinter verschlossenen Türen stattfinden sollen».

Können beispielsweise Sitzungen von Personaldelegationen «per Videokonferenz stattfinden»? Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) sieht dabei kein Problem. Es gebe nichts im luxemburgischen Arbeitsgesetzbuch, das den Einsatz neuer Technologien verbiete, auch nicht für Treffen, bei denen sensible Unternehmensthemen besprochen werden. «Den Personalvertretern steht es frei, die geeignetsten IT-Mittel zur Durchführung ihrer Sitzungen zu nutzen», so der Minister weiter.

Fest steht aber, dass diese Treffen nur bestimmte Akteure im Unternehmen betreffen und nach einem anderen Artikel des Arbeitsgesetzes hinter verschlossenen Türen abgehalten werden müssen. Dies müsse vom Arbeitgeber auch bei Videokonferenzen garantiert werden, so Kersch. «Jede vorsätzliche Behinderung der ordnungsgemäßen Arbeit der Personalvertretung oder der Ausübung ihres Auftrags kann der Inspection du travail et des mines gemeldet werden». Gegen den Arbeitgeber können in einem solchen Fall Verwaltungssanktionen verhängt werden.

(nc/L'essentiel)

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