Esch/Alzette – Verursachten Kupferdiebe den Großbrand?

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Esch/AlzetteVerursachten Kupferdiebe den Großbrand?

ESCH/ALZETTE – Rund 50 Feuerwehrleute bekämpfen am Dienstag einen Großbrand auf einem Industriegelände des Stahlherstellers ArcelorMittal.

In einer stillgelegten Industrieanlage auf dem Boulevard Aloyse Meyer in Esch/Alzette ist am Dienstag gegen 7.40 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. Betroffen war eine ehemalige Fabrik des Stahlherstellers ArcelorMittal. Ein Transformator in einer Werkshalle ist aus noch ungeklärten Gründen in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Gegen 18 Uhr war der Einsatz immer noch im Gange. «Wir haben das Feuer unter Kontrolle, aber vollständig gelöscht ist es noch nicht», sagte ein Verantwortlicher der CGDIS im Gespräch mit L'essentiel.

Die Feuerwehr ist mit 50 Einsatzkräften aus sechs verschiedenen Gemeinden angerückt. Wegen der schlechten Wasserversorgung gestaltete sich der Einsatz zu Beginn schwierig. Vier große Ventilatoren wurden aufgestellt, um die Hitze und den Rauch fortzublasen. Erst dann konnten die Feuerwehrleute zum Transformator vorrücken und das Feuer direkt bekämpfen. Durch die starke Rauchentwicklung sollten Bewohner der umliegenden Viertel ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Diese Warnung wurde gegen 18 Uhr aufgehoben.

Mehrere Einbrüche

Womöglich ist das Feuer durch Kupferdiebe verursacht worden. Diese These verhärtet sich, da mittlerweile ein Kurzschluss ausgeschlossen wird. «Es gibt dort keinen Strom. Niemand arbeitet an dem alten Ofen, wo das Feuer ausgebrochen ist», erklärt Pascal Moisy, Sprecher von ArcelorMittal.

Da der Teil der Fabrik nicht mehr in Betrieb ist, schließt das Unternehmen eine Fehlfunktion aus. In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu Vandalismus in dem betroffenen Abschnitt.

(L'essentiel)

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