Inflation in Luxemburg: «Verzichten muss ich auf nichts, aber ich achte mehr auf Sonderangebote»
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Inflation in Luxemburg«Verzichten muss ich auf nichts, aber ich achte mehr auf Sonderangebote»

LUXEMBURG – Egal ob bei Energie oder Lebensmitteln: Die steigenden Preise belasten den Geldbeutel. Wie geht man in Luxemburg damit um? Wir haben auf der Straße nachgefragt.

von
Frederic Lambert

Editpress/Julien Garroy

«Das Leben im Großherzogtum war schon immer teuer. Jetzt ist es noch teurer geworden», sagt Pierre, der in Luxemburg-Stadt in der Finanzbranche arbeitet. «Man muss seine Gewohnheiten anpassen», erklärt er, «wenn es möglich ist, fährt man zum Beispiel weniger mit dem Auto. Für kurze Strecken verzichtet man darauf.»

Bei Europareisen setze er nach wie vor auf das Flugzeug, «weil ich damit Zeit spare». Um günstiger wegzukommen, versuche er die Tickets aber nun möglichst weit im Voraus zu buchen. «Bei meiner Freizeitgestaltung sind die Auswirkungen geringer, ich verzichte nicht auf Essengehen oder Kino. Aber ich gehe vielleicht eher wohin, wo es Rabatte oder Sonderangebote gibt.»

«Der Kassenbon wird von Tag zu Tag höher»

«Seit den letzten Wochen passe ich mich an», berichtet Isabelle. «Ich schaue nach Sonderangeboten und stelle Menüs für die Woche zusammen, um nichts unnötig zu kaufen und zu verschwenden», sagt sie. «Das Leben ist teuer, vor allem in Luxemburg. Als Einwohnerin merke ich, dass der Kassenbon von Tag zu Tag höher wird». Dennoch verzichte sie bisher auf nichts, da ihr Einkommen auch bei den hohen Preisen immer noch ausreiche.

Das zeigt sich auch bei den Urlaubsplänen. «Ich habe immer noch das Glück, mir von Zeit zu Zeit etwas gönnen zu können», so Isabelle. So richtig betroffen sei sie beim Urlaub ohnehin nicht, «weil wir ein Haus im Ausland haben», erzählt sie. «Deshalb werden wir nach Portugal in unser Familienhaus fahren. Wir haben in dieser Hinsicht Glück».

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