Fashionweek Paris – Vetements sorgt mit Protest-Outfits für Kritik
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Fashionweek ParisVetements sorgt mit Protest-Outfits für Kritik

Blaue Farbsplitter auf der neuen Kollektion sollen an die Hongkong-Proteste erinnern. Die Reaktionen darauf lassen nicht lange auf sich warten.

Wer Vetements ein bisschen kennt, weiß, dass das Modehaus gerne provoziert. So lehnen sich die Designs der Marke gerne mal an Themen des Alltags an, erscheinen dann wahnsinnig simpel, schlagen aber teuer zu Buche.

Für die Menswear-Kollektion Herbst 2021 präsentierte Vetements 165 Looks. Neben altbekannten Klassikern wie etwa Flammenmustern zeigte das Modehaus von Designer Guram Gvasalia auch Looks mit blauen Farbspritzern.

Vetements bestätigt in der Vogue: Diese Inspiration kommt von den Hongkong-Protesten. Die blauen Farbtupfer kamen zustande, als die Demonstranten von der Polizei mit einer blauen Flüssigkeit bespritzt wurden, um später identifiziert und abgeführt zu werden.

Der Modeblog Diet Prada übt Kritik: «Manche Stücke der Kollektion werfen die Frage auf, wer das Recht hat, künstlerische Inspiration aus politischen Situationen zu ziehen.»

Auf Instagram schreiben sie: «Vetement hat schon für ihre Frühling-Sommer-2019-Kollektion politische Messages benutzt. Inspiriert durch das Aufwachsen des Designers in Georgien während eines Bürgerkriegs, war das eines ihrer stärksten Outings. Dies kreativ zu verwerten ist ihr Recht. Nicht so aber Hongkongs Kampf für Demokratie, in dem Vetements kein Teilnehmer ist.»

Gewinn auf Kosten anderer?

Der Tenor der User ist Empörung. So kommentiert einer: «Aus politischen Unruhen, die sie nicht betreffen, Geld zu machen, ist schlechter Geschmack.» Eine weitere Userin pflichtet bei: «Dann sollten sie besser alles Geld, was sie aus der Kollektion erhalten, an die Hongkong Proteste spenden.»

Aber nicht alle haben Mühe mit Vetements neuestem Streich. So schreibt ein anderer User auf Twitter: «Die neue Kollektion von Vetements ist Feuer! Die letzten paar Kollektionen erinnerten mich zu sehr an Balenciaga»

(L'essentiel/Johanna Senn)

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