Hamilton gewinnt – Vettel fühlt sich um Formel-1-Sieg betrogen
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Hamilton gewinntVettel fühlt sich um Formel-1-Sieg betrogen

Nach seiner folgenschweren Zeitstrafe beim Formel-1-Rennen von Kanada hat Ferrari-Star Sebastian Vettel die Rennkommissare scharf kritisiert.

Sebastian Vettel war völlig frustriert und erklärte sich trotzig selbst zum Grand-Prix-Gewinner von Kanada.

Sebastian Vettel war völlig frustriert und erklärte sich trotzig selbst zum Grand-Prix-Gewinner von Kanada.

Paul Chiasson

In rasender Wut sorgte Sebastian Vettel in seiner eigenen Formel-1-Welt kurzerhand für Ordnung. Nach einer folgenschweren Zeitstrafe wegen eines Knallhart-Manövers gegen Profiteur Lewis Hamilton fühlte sich der Ferrari-Star von den Rennkommissaren in Montréal um seinen ersten Sieg nach mehr als neun Monaten betrogen und erklärte sich trotzig selbst zum Grand-Prix-Gewinner von Kanada. Im Parc Fermé vertauschte der stinksaure Deutsche sogar die Nummerntafeln vor dem Siegerauto und erzeugte mit seinem Groll-Protest eine der denkwürdigsten Szenen in der jüngeren Formel-1-Historie. «Das ist nicht der Sport, in den ich mich verliebt habe», schimpfte Vettel.

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Vettel im Wutmodus

Ferrari und Vettel müssen ihre Gefühle in die richtigen Bahnen lenken. Sonst ist noch vor der Sommerpause ab Anfang August die WM für sie endgültig gelaufen. «Wir sind konkurrenzfähig, es sind noch viele Rennen. In Maranello werden wir noch härter arbeiten, das kann uns nur noch mehr Kraft geben», meinte Binotto. Entscheidend sei es, positiv zu bleiben. «Man sollte auch Sebastian unterstützen, dass er positiv bleibt.» Ein Vettel im Wutmodus hilft Ferrari jedenfalls nicht weiter.

(L'essentiel/dpa)

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