#allesdichtmachen – Vicky Krieps protestiert gegen Lockdown-Politik
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#allesdichtmachenVicky Krieps protestiert gegen Lockdown-Politik

Für ihre Kritik an den Corona-Maßnahmen erhalten die beteiligten Schauspielerinnen um die Luxemburgerin Vicky Krieps viel Gegenwind. Kollegen gehen auf Distanz.

Vicky Krieps Video dauert knapp drei Minuten.

Vicky Krieps Video dauert knapp drei Minuten.

Screenshot Youtube

Schauspielkollegen distanzierten sich von der Aktion #allesdichtmachen, die in den vergangenen Stunden für Aufruhr gesorgt hat. So twitterte etwa Marcus Mittermeier: «Niemand hat mich gefragt, ob ich bei #allesdichtmachen mitmachen will. Gott sei Dank!» Elyas M’Barek kommentierte das Video von Volker Bruch auf Instagram mit den Worten: «Come on, das ist doch Blödsinn.» Nora Tschirner nannte die Aktion «unfuckingfassbar». Auf Twitter wurde für die Kritik die Hashtags #allenichtganzdicht und #allesschlichtmachen erfunden.

Unter den kritisierenden Schauspielerinnen ist auch die Luxemburgerin Vicky Krieps. In ihrem Video sagt sie unter anderem, dass die Schauspielerei ihr geholfen habe, mit ihrer Menschenscheu umzugehen. «In dieser Zeit haben wir alle gelernt, wie gut das tut, sich endlich etwas zu entfernen. Zu Entfremden, den anderen nicht immer an sich heranlassen zu müssen», fährt die 37-Jährige fort. «Vor allem, man weiß ja nicht, ob die Menschen gewaschen sind, die einem begegnen.» Zum Schluss ihres fast dreiminütigen Beitrages sagt Krieps: «Bleiben Sie gesund und halten auch Sie sich an die Maßnahmen. Danke.»

Makatsch löscht Video – Liefers auf Distanz

Heike Makatsch, die zunächst ebenfalls ein Video veröffentlicht hatte, zog es am Freitagmorgen wieder zurück. «Ich erkenne die Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgeht und will niemals das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen schmälern und sie dadurch verletzen», schrieb sie auf Instagram. Jan Josef Liefers twitterte noch in der Nacht, er weise «eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä.» glasklar zurück. Es gebe im aktuellen Spektrum des Bundestags auch keine Partei, der er ferner stehe als der AfD.

Die Schauspielerin Heike Makatsch meldete sich mit diesem Statement zu Wort. (Instagram)

Mehr als 50 deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler hatten unter dem Motto #allesdichtmachen die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie kritisiert. Auf Youtube und bei Instagram posteten am Donnerstagabend unter anderem Meret Becker, Ulrich Tukur und Jan Josef Liefers ironisch zugespitzte Videos, in denen sie sich über die Maßnahmen lustig machen. Dafür bekamen sie in den sozialen Netzwerken Lob, aber überwiegend Kritik.

Der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maassen, nannte die Aktion auf Twitter «großartig». Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit twitterte, es handle sich um ein «Meisterwerk». Die Website der Aktion war zeitweise am Freitag nicht zu erreichen, nachdem sie zwischenzeitlich auf eine RBB-Doku verlinkt wurde, führt die Seite derzeit ins Leere.

(L'essentiel/AFP/pme)

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