Spendenaktion – Vinny hilft Krebskranken – nun ist er krank

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SpendenaktionVinny hilft Krebskranken – nun ist er krank

Damit krebskranke Kinder eine Perücke bekommen, ging Vinny Desautels zwei Jahre nicht zum Frisör. Jetzt kämpft der Junge selbst um sein Leben.

Vincent «Vinny» Desautels, ein siebenjähriger Junge aus Roseville in Kalifornien, ließ zwei Jahre lang seine Haare wachsen, um sie Krebspatienten zu spenden. Erst vor zwei Monaten trennte er sich von seiner Haarpracht. Nun leidet der hilfsbereite Junge selber an der Krankheit.

Als das Auge ihres Sohnes im März anschwoll, gingen die Eltern zunächst davon aus, dass er an einer Allergie leide. Die dagegen verschriebenen Medikamente halfen jedoch nicht. Als Vinny dann auch noch über Knieschmerzen und eine geschwollene Hüfte klagte, begannen sich Amanda und Jason Desautels Sorgen zu machen. Nach verschiedenen Tests bestätigten sich ihre schlimmsten Befürchtungen: Vinny hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium 4.

Großeltern starten Spendenaktion

Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob der Junge am Ewing-Sarkom erkrankt ist, einem bösartigen Tumor, der meist Knochen befällt. Bisher fanden Ärzte Wucherungen im Knochen rund um sein Auge und an der Hüfte, berichtet CNN.

Um Geld für die anstehende Behandlung zu sammeln, haben Vinnys Großeltern eine Online-Spendenaktion gestartet. Bisher kamen mehr als 100.000 Dollar zusammen. Sie seien es nicht gewohnt, um Hilfe zu bitten, zitiert CNN die Eltern. Doch die Mutter, eine selbständige Frisöse, ist im sechsten Monat schwanger. Vater Jason, ein Kriegsveteran, arbeitet in einem Farmladen. Vinny hat zudem einen zwölfjährigen Bruder. Die Eltern befürchten, dass die anstehenden Behandlungskosten ihren finanziellen Rahmen sprengen werden.

Für seinen Sohn hat Jason Desautels nur Bewunderung übrig. «Als er sein Haar wachsen ließ, hielten ihn viele Leute für ein Mädchen», sagte Desautels dem Sender Fox40. «Aber Vinny ließ sich davon nicht beirren.» Vinnys Mutter schrieb auf Facebook, sie sei stolz, diesen kleinen Mann ihren Sohn nennen zu dürfen.

(L'essentiel/mlr)

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