Luxemburg – Vize-Weltmeister bei der Entwicklungshilfe

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LuxemburgVize-Weltmeister bei der Entwicklungshilfe

LUXEMBURG - Das Großherzogrtum hat im vergangenen Jahr 353 Millionen Euro für Entwickungshilfe ausgegeben. Nur ein UN-Staat zahlt einen höheren Anteil des BNE.

Von den Luxemburger Geldern werden unter anderem Bildungsprojekte im Senegal finanziert.

Von den Luxemburger Geldern werden unter anderem Bildungsprojekte im Senegal finanziert.

M.F. Boissy

In Sachen Entwicklungshilfe ist und bleibt Luxemburg einer der Spitzenreiter weltweit. Im vergangenen Jahr zahlte das Großherzogtum 353 Millionen Euro, was 1,02 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) entspricht. Verpflichtet hat sich das Land, wie alle Länder der Vereinten Nationen, nur zu Zahlungen in Höhe von 0,7 Prozent des BNE. Neben Luxemburg übertrafen 2016 auch Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Schweden dieses Ziel. Als einziges Land zahlt Norwegen einen noch größeren Anteil des BNE. Das geht aus einem Bericht des Außenministeriums vom Dienstag hervor.

Von den Luxemburger Geldern profitieren vor allem sieben Länder: Burkina Faso, die Kap Verden, Mali, Niger, der Senegal, Nicaragua und Laos. Unterstützt werden vor allem Gesundheits-, Bildungs sowie Infrstrukturprogramme. Nutznießer des Luxemburger Engagements sind aber auch Menschen in Vietnam, Salvador, im Kosovo, der Mongolei, Myanmar sowie in den besetzten Palästinenser-Gebieten und in Afghanistan.

Von den 46 Million Euro aus der «Action humanitaire grand-ducale» profitieren zudem Syrien, der Süd-Sudan, die Zentralafrikanische Republik, der Irak, Mali, der Niger, die Republik Kongo, Afghanistan, der Yemen, Haiti und Nepal.

(pp/L'essentiel)

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