Bilanzvorstellung – Volkswagen zieht Golf beim Rückruf vor

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BilanzvorstellungVolkswagen zieht Golf beim Rückruf vor

Die Diesel-Affäre dürfte Volkswagen noch lange schwer belasten. Weil der Rückruf des Passat-Modells weiter stockt, kommt erst der Golf an die Reihe.

ARCHIV�- Produktionsstrecke des Golf VII im Werk der Volkswagen Sachsen GmbH, aufgenommen am 26.01.2015 in Zwickau (Sachsen). Volkswagen stellt am 28.04.2016 seine vollst�ndigen Jahreszahlen vor. Foto: Peter Endig/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV�- Produktionsstrecke des Golf VII im Werk der Volkswagen Sachsen GmbH, aufgenommen am 26.01.2015 in Zwickau (Sachsen). Volkswagen stellt am 28.04.2016 seine vollst�ndigen Jahreszahlen vor. Foto: Peter Endig/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Peter Endig

Der stockende Diesel-Rückruf und die Milliardenkosten der Abgaskrise zwingen Volkswagen zum Umsteuern an mehreren Fronten. Angesichts massiver Probleme bei der Umrüstung des Passat holt der Konzern nun nach ersten Modellen des Pick-ups Amarok als nächstes den Golf in die Werkstätten. «Die Entscheidung ist heute Morgen gefallen», sagte VW-Chef Matthias Müller am Donnerstag bei der Bilanzvorstellung in Wolfsburg mit Blick auf eine Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Im Unternehmen wächst zudem der Druck, trotz eines verschärften Sparkurses mehr Mittel in Zukunftsthemen wie Elektromobilität, Umweltschutz und neue Dienstleistungen zu stecken.

Die VW-Limousine Passat hätte mit ersten Modellvarianten bereits von Ende Februar an für ein Software-Update zurückgerufen werden sollen. Doch einige Werte wären - anders als zugesagt - mit dem Update schlechter ausgefallen als zuvor. Welche Golf-Varianten nun den Vorzug bekommen, ist bisher ebenso unbekannt wie der Starttermin.

Intelligenter als jemals zuvor

Müller erklärte, VW müsse trotz der angespannten Finanzlage bei den Umwälzungen der Autoindustrie vorn mitspielen: «Das Auto der Zukunft ist effizienter, intelligenter, komfortabler und sicherer als jemals zuvor. Es fährt elektrisch und in einigen Jahren auch autonom.» Finanzchef Frank Witter räumte ein, dies sei eine herausfordernde Strategie: «Wir sehen steigenden Bedarf in Investitionen in neue Antriebs- und Mobilitätskonzepte, Urbanisierung und Digitalisierung. Gleichzeitig sehen wir aber auch die Notwendigkeit, die Investitionen nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zum Umsatz zu senken.»

Neue Dienstleistungen in der Mobilität sollen außerdem in einer neuen Tochterfirma umgesetzt werden. Hierzu solle «in Kürze ein rechtlich eigenständiges, konzernübergreifendes Unternehmen» entstehen, kündigte Müller an. Auch andere Autohersteller wollen ihre Mobilitätsangebote wie Car-Sharing oder die Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern deutlich ausbauen.

(L'essentiel/dpa)

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