Andy Schleck im Interview – «Vom Radsport angewidert»

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Andy Schleck im Interview«Vom Radsport angewidert»

Der Schleck-Clan steht geschlossen hinter Fränk, der die Tour de France nach einem positiven Doping-Test abgebrochen hat. Andy Schleck gab jetzt ein Interview.

«Ich stehe hundertzehnprozentig hinter meinem Bruder Fränk», versichert Andy Schleck in einem Interview mit der Tageszeitung Le Quotidien. «Wir haben einen Riesenschlag auf den Kopf bekommen, weil wir nämlich nie etwas Illegales gemacht haben. Das schwöre ich auf den Kopf meiner Mutter! Wir sind uns dessen sicher, weil wir ständig zusammen trainieren und zusammen Rennen fahren, außer vielleicht in dieser Saison», so der Gewinner der Tour 2010, der in diesem Jahr verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte.

«Fränk steht unter Schock und kann nicht glauben, was ihm gerade passiert. Ich verstehe es auch nicht», so Andy, der die ganze Sache als «merkwürdig» bezeichnet: «Es handelt sich offensichtlich um ein Medikament, also keine Substanz, die in Lebensmitteln vorkommen kann. Wenn du dir also sicher bist, dass du nichts genommen hast, dann muss es ja irgendwo her kommen. Und genau das verstehe ich nicht.»

Schleck vermutet eine Verschwörung: «Angesichts der Reaktionen hat man das Gefühl, dass sich bestimmte Personen so etwas erwarteten. Ich kann Ihnen auf jeden Fall sagen, dass wir im Moment vom Radsport die Nase voll haben», erklärt Schleck, der abschließend versichert: «Die ganze Familie und alle seine Freunde stehen hinter Fränk. Und wir werden für ihn kämpfen».

(L'essentiel Online/mth/jv)

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