EU-Kommission – Von der Leyen würdigt Junckers Arbeit

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EU-KommissionVon der Leyen würdigt Junckers Arbeit

Der luxemburgische EU-Kommissionspräsident hat sein Amt in Brüssel an die deutsche CDU-Politikerin abgegeben.

dpatopbilder - 03.12.2019, Belgien, Brüssel: Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission aus Luxemburg, und Ursula von der Leyen, neue EU-Kommissionspräsidentin, nehmen an der offiziellen Zeremonie zur Amtsübergabe im Hauptsitz der EU teil. Foto: Kenzo Tribouillard/AFP Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

dpatopbilder - 03.12.2019, Belgien, Brüssel: Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission aus Luxemburg, und Ursula von der Leyen, neue EU-Kommissionspräsidentin, nehmen an der offiziellen Zeremonie zur Amtsübergabe im Hauptsitz der EU teil. Foto: Kenzo Tribouillard/AFP Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kenzo Tribouillard

«Niemand hat sich so sehr um Europa gekümmert wie Sie!» Die neue Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat am Dienstag ihrem Vorgänger Jean-Claude Juncker während der Machtübernahme in Brüssel eine bewegende Hommage ausgesprochen. «Jean-Claude Juncker und Europa werden immer zusammengehören», sagte Frau von der Leyen bei einer kurzen Zeremonie, bei der das Porträt von Juncker neben denen seiner Vorgänger enthüllt wurde.

«Europa ist jetzt viel besser in Form als bei Ihrem Dienstantritt vor fünf Jahren», so von der Leyen zu Juncker, dem es gelungen sei, «die europäischen Interessen wirklich zu schützen». «Die vergangenen fünf Jahre waren kein Picknick», fasst er zusammen. «Es gab schwierige Momente, die mir im Gedächtnis geblieben sind, und es gab sehr schöne Erinnerungen an sehr besondere Momente.»

«Tough cookie»

Als Höhepunkte seiner Amtszeit strich er unter anderem das Pariser Klimaabkommen von 2015 und den 60. Geburtstag der EU in Rom 2017 heraus sowie die Abschaffung der Handy-Roaming-Gebühren 2017. Als besonderes Kompliment sieht er die Namen, die ihm US-Präsident Donald Trump verliehen habe: «Tough cookie» (in etwa: harter Hund) und «brutal killer».

«Zu gehen bedeutet, auch ein bisschen zu sterben», sagte der Luxemburger. «Ich bin überzeugt, dass Sie die Mitgliedstaaten vereint halten werden. Wenn Sie meinen Rat brauchen, bekommen Sie ihn. Und wenn nicht, dann wahrscheinlich auch», scherzte der 64-Jährige, der seit 2014 EU-Kommissionspräsident war, nachdem er im Großherzogtum Finanzminister (1989-2009) und Premierminister (1995-2013) war.

(L'essentiel/dpa)

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