Nationalfeiertag – Von Party keine Spur in der Hauptstadt

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NationalfeiertagVon Party keine Spur in der Hauptstadt

LUXEMBURG – Statt dichtem Gedränge wie in den Jahren zuvor, herrscht in der Hauptstadt am Vorabend des Nationalfeiertags nach dem Lockdown eher große Ruhe.

19 Uhr. Die Aufregung ist in Luxemburg-Stadt immer spürbar, am Vorabend eines Nationalfeiertags noch mehr als sonst. Zu einer Uhrzeit in der sonst die meisten Straßen im Zentrum der Hauptstadt normalerweise, in Erwartung des Fackelzugs, der Wachablösung und der üblichen volksfest-artigen Atmosphäre, abgeriegelt sind, ist es heute anders. Die Stimmung auf den Straßen gleicht einem normalen Montagabend. Der Verkehr ist nicht so dicht, wie an gewöhnlichen Wochentagen, viele Luxemburger nutzen offenbar diesen Nationalfeiertag für ein langes Wochenende.

Die Straßen und Parks der Hauptstadt sind nur schwach besucht. Nur an wenigen Häusern hängen die kleinen rot-weiß-blauen Fähnchen oder die Fahne mit dem roten Löwen, sonst ein häufig gesehenes Symbol der Verbundenheit mit dem Großherzogtum und dem Staatsoberhaupt an diesem Tag. Viele öffentliche Gebäude sind hingegen dennoch in die Nationalfarben gehüllt, so die Chamber und das Rathaus der Hauptstadt.

In den leeren Straßen trifft man nur wenige Menschen, außer auf den Terrassen. Beim Überqueren des Roosevelt Boulevards präsentieren Mahaut und Giordano stolz die Landesfahne mit dem Roten Löwen. «Sie haben mir gesagt, dass sonst mehr los ist», sagt eine junge Frau, die im März aus Lille nach Luxemburg gezogen ist. Für sie ist es der erste Nationalfeiertag in Luxemburg; ein ganz besonderer noch dazu. Ihr Freund lebt bereits seit 2007 hier in Luxemburg. Er zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf den weiteren Abend. «Wir werden es finden, das Bier», lacht er schelmisch.

(JW/L'essentiel)

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<b>22. Juni 2020:</b> Die Straße vor dem großherzoglichen Palast 19 Uhr wirkt wie ausgestorben...

<b>22. Juni 2020:</b> Die Straße vor dem großherzoglichen Palast 19 Uhr wirkt wie ausgestorben...

L'essentiel
... im vergangen Jahr dagegen war die Straße bis auf den letzten Platz gefüllt.

... im vergangen Jahr dagegen war die Straße bis auf den letzten Platz gefüllt.

Editpress/Julien Garroy , © Julie

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