Tram-Geburtstag – Vor zwei Jahren fuhr die Tram zum ersten Mal

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Tram-GeburtstagVor zwei Jahren fuhr die Tram zum ersten Mal

LUXEMBURG – Die Tram feiert Geburtstag. Die Bilanz der Hauptstädter lässt sich sehen: Auch wer anfangs skeptisch war, steigt jetzt gerne ein – um dem Stau zu entkommen.

Erst mussten sich die Bewohner an die Tram gewöhnen. Jetzt wollen viele nicht mehr auf sie verzichten.

Erst mussten sich die Bewohner an die Tram gewöhnen. Jetzt wollen viele nicht mehr auf sie verzichten.

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Vor genau zwei Jahren, am 10. Dezember 2017, eröffnete Luxtram die erste Straßenbahnlinie in der Hauptstadt. Seither verbindet die Tram Kirchberg mit dem Rest der Stadt. Ein Leben ohne sie können sich viele gar nicht mehr vorstellen.

«Wir hatten so viele Baustellen wegen der Straßenbahn, dass ich sie anfangs nicht wollte», erinnert sich Amal (35). heute steigt er regelmäßig in die Tram an der Place de l'Étoile ein. «Ich habe mich geirrt. Es ist das einzige öffentliche Verkehrsmittel, das uns nicht enttäuscht hat», meint er. Sonia, eine 23-jährige Studentin, ist ebenfalls froh, dass es die Straßenbahn gibt. «Sie ist viel bequemer und pünktlicher als der Bus», ist ihre Meinung. Für Filipe, der das Lyzeum besucht, ist die Straßenbahn unerlässlich, um rechtzeitig zu seinem Nebenjob nach der Schule in einem Supermarkt in Kirchberg zu kommen. Verspätungen sind selten. Keine Staus – das ist der zentrale Punkt, der von den meisten sehr geschätzt wird.

2019 zählte Luxtram rund 30.000 Passagiere und erhöhte die Frequenz. Alle fünf bis sechs Minuten fuhr eine Tram ab. Der Ausbau geht weiter: Vier neue Stationen, darunter zwei Umsteigepunkte am Hamilius und am Hauptbahnhof sind für 2020 geplant. Bis 2022/2023 wird die Straßenbahn auch Cloche d'Or, den Flughafen Findel und das Nationalstadion bedienen.

(Ana Martins/L'essentiel)

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