Schnäppchenpreis – VW mistet seine alten Elektro-Golf-Modelle aus
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SchnäppchenpreisVW mistet seine alten Elektro-Golf-Modelle aus

Dank Rabatten ist die Elektro-Variante des VW Golf erstmals billiger als das Pendant mit Benzinmotor. Der E-Golf muss seinem Nachfolger Platz machen.

Der Volkswagen-Konzern will seine batteriegetriebenen E-Golf-Modelle loswerden. Dieser Schluss liegt zumindest nahe, wenn man die Verkaufspreise auf dem deutschen Markt betrachtet.

Die Autoexperten der Universität Duisburg-Essen haben auf Onlineplattformen mehrere Angebote entdeckt, bei denen der E-Golf nur noch knapp über 20.000 Euro kostet. Diese Preise kommen dank einer staatlichen Elektro-Förderprämie zustande. Doch auch den Listenpreis – derzeit 31.900 Euro – hat VW deutlich gesenkt.

Damit wird der E-Golf in Deutschland zu einem tieferen Preis verscherbelt als das billigste Golf-Serienmodell mit Verbrennungsmotor. Studienautor Ferdinand Dudenhöffer spricht mit Blick auf den Preisrutsch von der «Mutter aller Schnäppchen» bei den Elektroautos.

Nicht mehr konkurrenzfähig

Autoprofessor Dudenhöffer vermutet, dass der Preisrutsch beim E-Golf mit der bevorstehenden Markteinführung des neuen Elektro-VW ID 3 zusammenhängt – und dass VW die Lager leeren will. «Die Produktion läuft, und man will Anfang 2020 das neue Auto ohne Altbestände auf den Markt bringen», sagt er gegenüber L'essentiel.

Der ID 3 mit seiner Reichweite von 300 Kilometern soll für rund 30.000 Euro angeboten werden. Der E-Golf kommt auf 233 Kilometer Reichweite und wäre mit einem Listenpreis von 31.900 Euro nicht mehr konkurrenzfähig. «Daher ergibt es Sinn, die erste Generation der Elektroautos – also den E-Golf – abzuverkaufen», so Dudenhöffer.

Das Modell E-Golf wird noch bis Mitte 2020 produziert. Der ID 3 wird im Sommer 2020 auf den Markt kommen.

(L'essentiel)

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