Abgaswerte-Skandal – VW schummelte in elf Millionen Autos weltweit

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Abgaswerte-SkandalVW schummelte in elf Millionen Autos weltweit

Die Software zur Manipulation der Abgaswerte ist in elf Millionen Fahrzeugen eingebaut. Dis teilte der Volkswagenkonzern mit.

ARCHIV - Regentropfen laufen am 23.02.2009 in Wolfsburg auf dem Parkplatz der Volkswagen AG �ber das VW Logo eines geparkten Fahrzeuges. Foto: Jochen L�bke/dpa (zu dpa "Diesel-Skandal zwingt Volkswagen zu Gewinnwarnung" vom 22.09.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Regentropfen laufen am 23.02.2009 in Wolfsburg auf dem Parkplatz der Volkswagen AG �ber das VW Logo eines geparkten Fahrzeuges. Foto: Jochen L�bke/dpa (zu dpa "Diesel-Skandal zwingt Volkswagen zu Gewinnwarnung" vom 22.09.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Jochen L�bke

Die Software zur Manipulation der Abgaswerte ist nach Angaben des Volkswagen-Konzerns auch in weiteren Dieselfahrzeugen eingebaut. Weltweit seien elf Millionen Fahrzeuge betroffen, teilte Volkswagen am Dienstag in Wolfsburg mit. Die beanstandete Software beeinflusse aber weder Fahrverhalten, Verbrauch noch Emissionen.

In der Affäre um manipulierte Abgaswerte von Volkswagen in den USA wird es nach Auffassung von Verwaltungsratsmitglied Olaf Lies am Ende auch personelle Konsequenzen geben. Zunächst sei jedoch eine gründliche Aufklärung nötig.

«Ich glaube, mit übereilten Forderungen nach Rücktritten haben wir das Problem nicht gelöst und das verloren gegangene Vertrauen nicht wiedergewonnen», sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister am Dienstag im Deutschlandfunk. In den nächsten Tagen und Wochen würden die Details der Manipulation ans Tageslicht kommen, zeigte sich Lies überzeugt.

Wenn klar sei, welche Personen verantwortlich seien, könne man auch die nötigen Konsequenzen ziehen. «Und ich bin mir sicher, daraus wird es dann am Ende auch personelle Konsequenzen geben», betonte Lies. Einen Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn forderte er aber nicht explizit.

Das oberste Kontrollorgan des Wolfsburger Autokonzerns will sich am Mittwoch in einer Krisensitzung mit den Vorwürfen aus den USA befassen. Das Gremium soll die Verwaltungsratssitzung am Freitag vorbereiten. Dann soll unter anderem über eine vorzeitige Vertragsverlängerung von Winterkorn um zwei Jahre bis Ende 2018 beraten werden.

(L'essentiel/ij/afp)

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