Prominente Kandidaten – Wahl-Pleite bei den «People»-Kandidaten

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Prominente KandidatenWahl-Pleite bei den «People»-Kandidaten

LUXEMBURG - Weder Tänzerin Sylvia Camarda, noch Geschäftsmann Jean-Claude Bintz, noch Ex-ACL-Direktor Daniel Tesch haben es ins Parlament geschafft.

Ein Reihe mehr oder weniger prominenter Persönlichkeiten aus Medien, Wirtschaft und Kultur sind auch bei diesen Wahlen wieder angetreten, wie es in Luxemburg nicht unüblich ist. Aber nur eine einzige wurde diese Mal gewählt: Corinne Cahen, ehemalige Journalistin, Geschäftsfrau und Ehrenpräsident des hauptstädtischen Geschäftsverbands (UCVL). Sie trat im Bezirk Zentrum für die DP an und kam mit 13’822 Stimmen zu ihrem Abgeordnetenmandat.

Der berühmte Tänzerin und Choreografin Sylvia Camarda dagegen, die als DP-Kandidatin im Süden angetreten war, erhielt 9’107 Stimmen - obschon sie damit das fünfbeste Ergebnis ihrer Partei im Süden erzielte, reichte es nicht für den Sprung ins Parlament. Auch Pascal Wagner, Präsident des Fußballvereins CS Petingen, der ebenfalls für die Liberalen antrat, schaffte es mit 7’602 Stimmen nicht, ein Mandat im Süden zu erringen. Daniel Tesch, Direktor der ACL, hat doppeltes Pech: Er erhielt nicht nur mit 10’516 Stimmen kein Abgeordnetenmandat, sondern wurde am Montag gleich dazu als Direktor des ACL gefeuert.

Bei Déi Gréng war es Steve Schleck, Stadtrat in Mondorf und Präsident des Radsport-Fanclubs seiner beiden Brüder Andy und Fränck, der mit 2’896 Stimmen als 4. meist gewählter seiner Liste an den Abgeordnetensitz knapp verpasste.

Auch der Geschäftsmann Jean-Claude Bintz, der unter anderem die Mobilfunkbetreiber Tango und VOX mobile aus der Taufe hob und im Zentrum für die LSAP angetreten war, scheiterte mit dürftigen 7’356 Stimmen.

Und dann waren da noch eine ganze Reihe von Journalisten, die allesamt den Sprung ins Parlament verpassten: Drei kamen von RTL, nämlich Fränk Kuffer (CSV), der mit 8528 Stimmen im Norden als Schlusslicht seiner Liste abschloss, sowie Francine Closener (LSAP) und Joëlle Hengen (DP), die beide im Zenrum mit 7’504, respektive 11’265 Stimmen zwar besser, aber leider nicht gut genug aus der Wahl hervorgingen. Marco Goetz, ehemaliger RTL-Journalist und CSV-Gemeinderat in Esch-Alzette kam im Süden mit 19’099 Stimmen eben so wenig ins Parlament wie Marc Glesener, früherer Chefredakteur des Luxemburger Wort, der 16’815 Stimmen für die CSV im Süden bekam.

(L'essentiel Online/)

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