680 Löschfahrzeuge im Einsatz – Waldbrände in der Türkei verlangen Rettern alles ab
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680 Löschfahrzeuge im EinsatzWaldbrände in der Türkei verlangen Rettern alles ab

Feuer, Rauch, Asche: Die Waldbrände in der Türkei wüten unvermindert weiter. Rettungskräfte und Material stoßen an ihre Grenzen.

Die Türkei kämpft weiter gegen Waldbrände an der Mittelmeerküste und im Landesinnern. In bloß zwei Tagen seien so viele Feuer ausgebrochen, wie sie das Land sonst nur über einen langen Zeitraum erlebe, sagt Bekir Pakdemirli, der Minister für Land- und Forstwirtschaft. Man habe zahlreiche Brandeinsätze gleichzeitig koordinieren müssen, und alle Helferinnen und Helfer seien sehr erschöpft. Das komme nur selten vor, so Pakdemirli.

Seit Mittwoch waren zahlreiche Brände an der bei Touristinnen und Touristen beliebten Mittelmeerküste ausgebrochen. Laut Fahrettin Altun, dem Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidenten, waren es bis Freitagmorgen 63. TV-Stationen zeigten meterhohe Flammen, dunkle Wolken und verkohlte Landschaften. News-Scouts von 20 Minuten, die gerade in der Türkei in den Ferien weilen, machten ähnlich Erfahrungen, wie du hier lesen kannst.

Mindestens drei Menschen verloren laut offiziellen Angaben durch die Brände ihr Leben. Darunter ein 25-jähriger Mann, der laut staatlichem Fernsehsender TRT die Einsatzkräfte in ihrer Arbeit unterstützen wollte. Er habe mit seinem Motorrad Löschwasser transportiert und sei in einen Verkehrsunfall geraten. In den Flammen starben zudem viel Vieh und in den Wäldern lebende Tiere, wie Pakdemirli berichtet. Große landwirtschaftliche Flächen seien nun zerstört, viele Regionen gar evakuiert. Hotels in der bei Touristinnen und Touristen beliebten Mittelmeerstadt Marmaris und in der Nähe von Bodrum sind ebenfalls betroffen.

Türkei braucht Löschflugzeuge

Die Ermittlungen zu den Brandursachen liefen noch, sagte Pakdemirli – es gebe dazu viele Spekulationen im Netz. Social-Media-Nutzer vermuteten einen terroristischen Hintergrund. Bisher habe man drei Menschen im Zusammenhang mit den Bränden festgenommen, so der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Allein in Antalya seien 42 Stadtteile von den Flammen betroffen und viele Haushalte seien gerade ohne Strom.

Andere Regionen ergriffen Vorsichtsmaßnahmen und verboten etwa den Zutritt zu Wäldern, wie Anadolu sagte. Laut Pakdemirli sind drei Flugzeuge, neun Drohnen, ein unbemannter Helikopter, ein Feuerlöschtank, 38 Helikopter, 680 Löschfahrzeuge und mehr als 4000 Rettungskräfte im Einsatz. Dabei gibt es auch Probleme: Löschflugzeuge habe man zum Beispiel keine, sagte Umweltminister Murat Kurum. Das wolle man nun ändern.

(L'essentiel/DPA/mur)

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