Wetter in Luxemburg – War der nasse Sommer gut für den Grundwasserspiegel?

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Wetter in LuxemburgWar der nasse Sommer gut für den Grundwasserspiegel?

LUXEMBURG – Nachdem der Sommer regelrecht ins Wasser gefallen ist, stellt sich die Frage, wie es um den Grundwasserspiegel in der Region steht.

Ob sich der Grundwasserspiegel in der Region nachhaltig erholt, hängt vor allem vom kommenden Winter ab.

Ob sich der Grundwasserspiegel in der Region nachhaltig erholt, hängt vor allem vom kommenden Winter ab.

Nach Angaben von MétéoLux brach der Monat Juli 2021 alle Niederschlagsrekorde mit einem geschätzten monatlichen Durchschnittswert von 188 Litern pro Quadratmeter. Dieser Wert liegt 2,63 Mal höher als die im Großherzogtum von 1991 bis 2020 gemessenen Durchschnittswerte. Mit 15 und 16 Niederschlagstagen im Juli und August wurde auch der Durchschnitt von 13 Tagen für diese beiden Monate übertroffen. Die Überschwemmungen von Mitte Juli sind ein trauriges Zeugnis dafür.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. «In den vergangenen Jahren ist der Grundwasserspiegel während des Sommers tendenziell gesunken», bestätigt Pierre Kugener, Geologe in der Abteilung Grundwasser und Trinkwasser der Wasserbehörde. Dieses Jahr haben sich die Werte allerdings auf einem nahezu normalen Level normalisiert. Kugener warnt jedoch: «Unterirdische Gewässer reagieren mit einer gewissen Zeitverzögerung, die von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten oder sogar Jahren nach Regenfällen reichen kann. Daher erwarten wir in Luxemburg keine unmittelbaren Veränderungen des Grundwasserspiegels durch die Regenfälle im Juli.» Außerdem absorbiere auch die Vegetation große Teile der Niederschläge.

Für die kommenden Monate gibt es jedoch Grund zum Optimismus, denn «dank der regelmäßigen Niederschläge im Sommer ist die Bodensättigung auf einem hohen Niveau, vor allem im Vergleich zu den letzten Jahren», betont Kugener. «Wenn es in den nächsten Wochen weiterhin regelmäßig regnet, werden wir die nächste Anreicherungsphase unter günstigen Bedingungen beginnen, also mit gut gesättigten Böden, anders als in den vergangenen Jahren. Folglich können Niederschläge, die während des hydrologischen Winters (von Anfang Oktober bis Ende März), der wichtigsten Phase, in der die Vegetation inaktiv ist, fallen, unmittelbar zur Grundwasserneubildung beitragen.»

(fl/L'essentiel)

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