Superbowl 50 – Warum betrinkt sich Manning mit Budweiser?

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Superbowl 50Warum betrinkt sich Manning mit Budweiser?

Peyton Manning feiert seine zweite Superbowl. Nach dem 24:10 gegen die Carolina Panthers freut sich der Broncos-Spielmacher auf ein kühles Bier.

Ausgerechnet Budweiser. Für uns Europäer der Inbegriff der schalen Plörre, die in Übersee gemeinhin als «Bier» verkauft wird. Ein Gebräu, das den Ruf eines Landes mit Tausenden von Brauereien stärker schädigt als Country-Musik, der Ford Mustang der Jahre 1979 bis 2004 und Donald Trump gemeinsam.

Kommt dazu, dass NFL-Commissioner Roger Goodell den Football-Spielern das Erwähnen alkoholischer Getränke vor neun Jahren untersagt hatte. Trotzdem antwortete der 39-jährige Manning einer Reporterin auf die Frage nach seinen aktuellen Prioritäten wie folgt: «Ich möchte zuerst meine Frau und meine Kinder küssen, ich werde meine Familie umarmen und dann eine Menge Budweiser-Bier trinken.»

Versteckte Werbung

Was wollte uns der Spielmacher der Denver Broncos nach seinem zweiten Superbowl-Sieg sagen? Vielleicht, dass ihm das Gebräu des größten Bierbrauers der Welt (seit der Übernahme durch die belgische InBev im Jahr 2008) tatsächlich schmeckt? schließlich war der Superbowl-Abend in Santa Clara (Kalifornien) nicht der erste Anlass, an dem der mittlerweile 39-jährige Peyton Manning Fragen nach seiner Zukunft mit dem leicht schrulligen Hinweis auf Budweiser-Bier beantwortete:

Manning im Jahr 2014 auf die Frage nach seiner sportlichen Zukunft (Quelle: Youtube)

Vielleicht hatte es auch andere, handfestere Gründe, wieso der Quarterback der Denver Broncos keine der rund 140 Brauereien in Colorado erwähnte, sondern den Giganten, der 20 Prozent des Weltmarktes beliefert: Erstens ist Budweiser mit seiner Marke Bud Light seit Jahren Sponsor der National Football League. Und zweitens hat der Star-Quarterback einen Teil seines Millionen-Vermögens in zwei Großhändler der Biermarke investiert.

Budweiser «überrascht und erfreut»

Anheuser-Busch InBev, so der offizielle Name des größten Bierbrauers der Welt, reagierte ebenso erfreut wie überrascht auf die Gratis-Werbung zur besten Sendezeit, beeilte sich aber klarzustellen, dass Manning keine Bezahlung für den Werbe-Spot erhalte:

Die Missachtung der NFL-Weisung, keinen Alkohol zu erwähnen, könnte auch als weiteres Indiz gewertet werden, dass die 50. Superbowl das letzte Spiel des Broncos-Spielmachers war. Noch hat sich Manning dazu nicht geäußert. Eine weitere, originelle, aber kaum zu bestätigende Theorie äußert der Football-Blog Deadspin: Vielleicht wollte Manning dem NFL-Commissioner Goodell auch einfach «F... you» sagen.

(L'essentiel/Sandro Compagno)

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