Krise beim BVB – Warum Dortmund am Ende doch absteigen könnte

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Krise beim BVBWarum Dortmund am Ende doch absteigen könnte

Verrückte Welt für Borussia Dortmund: Der BVB ist Erster in der Gruppe D der Champions League , aber 17. in der Bundesliga. Die Gründe dafür sind vielfältig.

DPA

«Zweite Liga, Dortmund ist dabei», höhnten am Samstag die Bayern-Fans nach dem 2:1 gegen den BVB schadenfroh. Das eigentlich unglaubliche Szenario wird indes immer realer. Die Bild lieferte am Montag schon mal acht Gründe, warum die Dortmunder tatsächlich absteigen könnten. Fehler-Festival, ungenügende Chancenauswertung, Reus-Theater, Verletztenmisere (Abwehrchef Hummels ist der nächste Ausfall) etc. heißen die Alarmsignale.

Dünnes Nervenkostüm

Trainer Jürgen Klopp kennt diese: «Es ist alles andere als gut, was gerade passiert. Wir haben viele Baustellen und viele Spiele selbstverschuldet verloren.» Das Abrutschen auf Rang 17, den direkten Abstiegsplatz, nennt der 47-Jährige «brutal hart und absolut beschissen; das ist eine verrückte Situation». Seit 2314 Tagen ist Klopp Trainer bei der Borussia, zumindest die letzten vier Jahre der fast sechseinhalb sehr erfolgreich: Meister 2011, Doublegewinner 2012 und Champions-League-Finalist 2013.

Und nun der schlechteste Saisonstart in der 48-jährigen Bundesligageschichte des Vereins. «Wenn wir jetzt noch vor Selbstvertrauen strotzen würden, wären wir behämmert», sagt Klopp. Für viele wirkt der Coach ratlos, mutlos, und kraftlos. Fakt ist, dass ihn gewisse Dinge schnell nerven, wie das Theater um einen allfälligen Wechsel von Marco Reus zu Bayern. Klopp dazu: «Mir wäre es ganz recht, wenn die Jungs, die da sind, ihren besten Fußball spielten, das würde uns helfen.»

Gladbach – das neue Dortmund

Nur Siege können dem Team helfen, auch am Dienstag in der Champions League gegen Galatasaray. Die Dortmunder führen die Gruppe mit drei Siegen ohne Gegentor souverän an. Champions-League-Spiele waren also bis jetzt für sie Festspiele. Doch zum Feiern ist beim BVB niemandem zumute. Auch Klopp weiß, was zählt, ist die Bundesliga. Und da bleibt die Aufgabe schwierig: Am Sonntag kommt Gladbach zum Borussia-Duell. Das seit 17 Spielen ungeschlagene Team von Lucien Favre ist erster Verfolger von Bayern und längst das neue Dortmund.

Champions League, 4. November:

Zenit - Leverkusen 18 Uhr
Arsenal - Anderlecht
Basel - Rasgrad
Malmö FF - Atletico
Dortmund - Galatasaray
Juventus - Piräus
Real - Liverpool
Benfica - Monaco (alle 20:45 Uhr)

5. November:

Ajax - Barcelona
Bilbao - FC Porto
Paris SG - APOEL
Man City - ZSKA
Maribor - Chelsea
Sporting - Schalke
FC Bayern - AS Rom
Sh. Donezk - Borisov (alle 20:45 Uhr)

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(L'essentiel/pbt)

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