Netflix und mehr – Warum «League of Legends» gerade die Welt erobert
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Netflix und mehrWarum «League of Legends» gerade die Welt erobert

Das größte E-Sport-Spiel der Geschichte, «League of Legends», erreicht momentan auch den Mainstream. Drei Gründe, wieso das Strategiespiel derzeit für Aufsehen sorgt.

Videospiele sind schon länger nicht mehr nur auf ein einzelnes Genre beschränkt. Sie finden sich in Musik, Film und auch im Sport. Kein Game hat bisher alle Bereiche so breit abgedeckt wie «League of Legends». Besonders jetzt hat das Spiel Aufsehen erregt. Das hat drei Gründe, die wir im Folgenden näher betrachten.

Die Weltmeisterschaft im E-Sport

Anfang November fand das Finale zur WM in «League of Legends» in Europa statt. Über vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Spektakel weltweit auf dem Bildschirm oder live – ein neuer Rekord. Im Finale spielten die Südkoreaner und Titelfavoriten von DWG Kia und die Chinesen von Edward Gaming.

Edward Gaming konnte sich gegen den Favoriten durchsetzen und holte überraschend den Sieg, obwohl sie es nie weiter als ins Viertelfinale schafften. Das sorgte bei den chinesischen Fans für großen Hype – sie feierten den Sieg bis in die Nacht hinein. Fast schon wie bei einer Fußball-WM – Unterschiede gibt es hier kaum.

Die Opening Ceremony lieferte eine Show mit Star-Besetzung ab: Imagine Dragons zeigten in einem Musikvideo ihren neuen Song «Enemy», den sie extra für das Game und die Netflix-Serie produziert haben. Damit kommen wir zum zweiten Punkt.

Netflix-Serie «Arcane»

Die Charaktere aus dem «League of Legends»-Universum trumpfen mit spannenden Persönlichkeiten, die in einer fiktiven Welt leben, auf. Die neue Netflix-Serie «Arcane» zeigt die Vorgeschichte einiger der Game-Charaktere und sitzt bei IMDB, der Online-Filmdatenbank, aktuell auf 9,4 von 10 Punkten. Auf Netflix landete die Serie nach kurzer Zeit weltweit auf dem zweiten Platz, nach Squid Game.

Die Animation und Musik – das Opening ist von Imagine Dragons – zeigen, dass auch Videospiel-Adaptionen Qualität liefern können. Durch die Beliebtheit auf Netflix gelangt ein großer E-Sport-Titel so auch in den Fokus von Laien. Der Entwickler Riot Games will die Franchise in Zukunft auch weiterhin in der Film- und Serienbranche präsentieren.

Diversität and Videospielen

Alles begann im Jahr 2009 mit dem komplexen Strategiespiel «League of Legends». In den über zehn Jahren entwickelte sich das Game zum beliebtesten E-Sport-Titel der Welt. Erst seit zwei Jahren gibt es andere Spiele von Riot Games, die auch andere Interessen abdecken dürften:

Der Auto-Battler «Teamfight Tactics»

Das Online-Kartenspiel «Legends of Runeterra»

Der Shooter «Valorant»

Die Lite-Version von «League of Legends» fürs Smartphone: «Wild Rift»
Es wurden bisher noch andere Genres bestätigt, die sich in Entwicklung befinden. Darunter ein Kampfspiel, Action-Rollenspiel und mehr. Wie bisher werden wohl alle Spiele einen Bezug zum E-Sport haben, bei dem Riot Games der Vorreiter ist.

Es ist damit zu rechnen, dass Riots Strategie, Aufmerksamkeit auch außerhalb der Gaming-Szene zu erhalten, wohl noch nicht den Höhepunkt erreicht hat. Für den E-Sport ist das allerdings sicherlich kein schlechtes Zeichen.

(L'essentiel/Riccardo Castellano)

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