Ermittlungen haben begonnen: Was geschah mit der Toten von Mont-Saint-Martin?

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Ermittlungen haben begonnen Was geschah mit der Toten von Mont-Saint-Martin?

MONT-SAINT-MARTIN – Noch immer weiß niemand, wer die Frau war, deren sterbliche Überreste am Montag nahe der luxemburgischen Grenze gefunden worden sind. Die Kriminalpolizei von Nancy hat den Fall übernommen.

von
Yannis Bouaraba
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Die Leiche wurde hinter einem verlassenen Gebäude entdeckt.

Die Leiche wurde hinter einem verlassenen Gebäude entdeckt.

Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

Es ist keine 48 Stunden her, dass nahe der luxemburgischen Grenze eine zerstückelte Frauenleiche gefunden wurde. Noch sind viele Fragen offen. Die Kriminalpolizei von Nancy hat die Ermittlungen aufgenommen. «Wir wissen nicht, wer die Frau ist, aber auf jeden Fall war sie noch relativ jung. Genaueres können wir noch nicht sagen», erklärt François Pérain, Staatsanwalt aus Nancy, gegenüber L'essentiel.

Die Autopsie mit anschließender Pressekonferenz ist für kommenden Freitag angesetzt. Noch konnte die Tote nicht identifiziert werden, jedoch gibt es einige Merkmale, die dabei helfen könnten. So weist der Leichnam eine Tätowierung im Schambereich und zwei Bauchnabelpiercings auf. Außerdem scheinen ihr Brustimplantate eingesetzt worden zu sein, worauf entsprechende Narben hindeuten. Weil keine Blutspuren am Tatort entdeckt worden sind, schlussfolgern die Behörden, dass die Leichenteile erst später am Fundort abgelegt worden sind

Die Einwohner stehen unter Schock

Noch nie hat in Mont-Saint-Martin und Longwy ein dermaßen gewalttätiges Szenario stattgefunden. Die Einwohner sind zutiefst schockiert. Am Dienstagmorgen machten Gerüchte die Runde, die zahlreiche Spekulationen rund um die Tat entfachten. Die Staatsanwaltschaft Nancy dementiert diese jedoch.

Kurz nachdem die Leiche gefunden wurde, gingen auf Social Media mehrere Videos von den sterblichen Überresten viral. Um dies zu unterbinden, betonte die Staatsanwaltschaft, dass in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren eingeleitet wurde. «Das französische Strafgesetz schreibt vor, dass jeder mit einem Jahr Gefängnis und 15.000 Euro Geldbuße bestraft wird, der die Unversehrtheit eines Leichnams verletzt», heißt es von den Behörden. Wie dies geschehe, spiele dabei keine Rolle.

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