Corona-Maßnahmen – Was in den Ferien in Europa erlaubt ist – und was nicht

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Corona-MaßnahmenWas in den Ferien in Europa erlaubt ist – und was nicht

Maskenpflicht draußen oder nur in Innenräumen? Ohne Gesundheitspass in die Bar oder nur in den Beach-Club? In Europa haben zahlreiche Länder ihre Maßnahmen wieder verschärft.

In Europa steigen die Corona-Zahlen nach einer kurzen Erholung wieder an. Bereits haben Regierungen begonnen, die Maßnahmen wieder zu verschärfen. Was in Europa aktuell diesen Sommer möglich ist und was nicht, findest du in dieser Übersicht.

Italien

In Italien wird aktuell darüber debattiert, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung für bestimmte Aktivitäten zu machen, darunter für Restaurantbesuche im Innenbereich. Das Dokument bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet worden sind. Die Maskenpflicht im Freien ist entfallen. Allerdings muss jeder den Schutz tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, man mit Bus und Bahn fährt oder sich in Innenräumen aufhält, wie die Nachrichtenagentur DPA schreibt.

Frankreich

Im Kino, Theater oder Museum ist nun ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Diese Regeln gelten auch für Touristen und Touristinnen. Wer zum Beispiel den Pariser Eiffelturm besichtigen oder einen Freizeitpark besuchen will, braucht einen Gesundheitspass. Ab August wird im Land dann auch ein Nachweis in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufszentren oder Krankenhäusern verpflichtend sein.

Spanien

Der nationale Gesundheitsnotstand wurde aufgehoben. Einheitliche und landesweit geltende Corona-Regeln gibt es nicht mehr. In Valencia, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und Kantabrien gelten wieder nächtliche Ausgangssperren. Je nach Inzidenzwert können, je nach Region, verschärfte Maßnahmen erlassen werden. Ein Gesundheitsnachweis für Restaurantbesuche und Ähnliches ist bislang nicht nötig. Es wird jedoch laut «The Local» darüber diskutiert, dass man künftig an Großevents sowie in Hotels einen Nachweis erbringen muss.

Portugal

Zur Eindämmung der Ausbreitung der Delta-Mutation wurde Anfang Juli eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt. In Regionen mit besonders schlechter Lage – darunter auch in den Metropolen Lissabon und Porto – dürfen die Menschen zwischen 23 und 5 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Straße. Betroffen sind rund vier Millionen der 10,3 Millionen Bewohner und Bewohnerinnen des Landes, wie es laut der Nachrichtenagentur DPA heißt.

Deutschland

In Deutschland werden die Maßnahmen je nach Inzidenzwert der letzten sieben Tage angepasst und je nach Bundesland. Hat ein Bundesland eine hohe Inzidenz müssen alle Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden. Dasselbe gilt für Kinos, Theater und Museen. Landesweit gilt die medizinische Maskenpflicht in Läden und im öffentlichen Verkehr.

Österreich

Die Regierung von Sebastian Kurz hat die «3G»-Regel eingeführt. Diese besagt, dass man geimpft, genesen oder getestet sein muss, wenn man Gastronomiebetriebe besuchen möchte. Auch in Hotels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie auf Ausflugsschiffen ist ein derartiger Gesundheitsnachweis nötig. Die FFP2-Maskenpflicht wurde weitgehend aufgehoben, sie gilt aber noch in Wien.

Albanien

Es gilt eine landesweite, nächtliche Ausgangssperre. Wohnungen dürfen lediglich aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen oder für Besorgungen von Grundbedürfnissen verlassen werden. Restaurants und Bars bleiben während dieser Zeit geschlossen. In der übrigen Zeit haben Restaurants, Bars, Cafés, Hotels und Campingplätze einen eingeschränkten Betrieb mit Hygiene-Auflagen. Museen, Galerien und archäologische Parks, religiöse Einrichtungen und Bildungseinrichtungen sind derzeit geöffnet, Nachtclubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt in Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe, wie es laut dem Auswärtigen Amt heißt.

Griechenland

Kein Sirtaki in Hellas: Wer gerne seine Sommerferien über das Tanzbein schwingen will, ist hier an der falschen Adresse. So wurde vor Kurzem ein Tanzverbot in Lokalen erlassen. So muss man in Bars, Cafés und Kneipen sitzen. In geschlossenen Räumen, wie Kinos und Theater, dürfen sich nur noch Geimpfte aufhalten.

Kroatien

Seit dem 1. Juli verlangt Kroatien von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat, unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Die Hotels empfangen Gäste hingegen ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen Menschen in ihren Innenbereichen bewirten, ausgenommen sind Cafés ohne Speiseangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

England

In England sind fast alle Corona-Maßnahmen trotz hoher Infektionszahlen aufgehoben. Damit fallen nach Regierungsangaben unter anderem auch die Maskenpflicht und Abstandsregeln weg. Zudem dürfen Diskotheken wieder öffnen, Theater und Sportstadien sämtliche Plätze besetzen. Auch die Empfehlung zum Homeoffice wird aufgehoben. Ausnahmen gelten in London, wo die Maskenpflicht im Nahverkehr bestehen bleibt.

(L'essentiel/Bianca Lüthy)

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