Ab 1. August – Was Luxemburger Raucher in Zukunft nicht mehr dürfen

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Ab 1. AugustWas Luxemburger Raucher in Zukunft nicht mehr dürfen

LUXEMBURG - Das überarbeitete Anti-Tabak-Gesetz tritt an diesem Dienstag in Kraft. Raucher müssen sich nun an eine Reihe neuer Regelungen gewöhnen.

Zigaretten kann man nur noch ab 18 kaufen.

Zigaretten kann man nur noch ab 18 kaufen.

Editpress/Isabella Finzi

Luxemburg greift ab sofort in Sachen Tabak härter durch. Von Dienstag an wird das Anti-Tabak-Gesetz durch eine Reihe neuer Verbote ergänzt – und dies mit zwei Hauptzielen: Um die Gesundheit der Nichtraucher besser zu schützen und vorzubeugen, dass junge Menschen mit dem Rauchen anfangen.

Im Großherzogtum fangen 70 Prozent der Raucher vor ihrem 18. Lebensjahr an. Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren gehören übrigens zu der Altersgruppe, die am meisten raucht (26 Prozent aller Raucher). Nun soll das für die Jugendlichen schwieriger werden. Ab Dienstag muss man, um Tabak oder E-Zigaretten zu kaufen, über 18 Jahre alt sein, nicht wie bisher 16.

E-Zigaretten sind auch keine Lösung

Auch für das Dampfen von E-Zigaretten verschärft Luxemburg die Reglungen. Es ist ab jetzt untersagt, E-Zigaretten an Orten zu rauchen, wo auch herkömmliche Zigaretten verboten sind. E-Zigaretten werden nun genauso wie Tabak besteuert. «In dem inhalierten und ausgestoßenen Rauch befinden sich unerwünschte organische Komponenten, die giftig oder krebserregend sind», erinnert der Gesundheitsminister, der schätzt, dass «E-Zigaretten das Bild, in Gesellschaft zu rauchen, normalisieren und die jahrzehntelange Mühe, eine künftige Gesellschaft ohne Tabak zu erschaffen, vernichten».

Außerdem wird zum Schutz der Jüngeren das Rauchen an folgenden Orten verboten sein: Auf Spielplätzen, im Auto (falls ein Kind unter zwölf Jahren mitfährt) und auf Stadiontribünen, wenn junge Menschen unter 16 dort ihrem Sport nachgehen. Mit diesen Maßnahmen erhofft sich die Luxemburger Regierung, die Anzahl der Tabakopfer zu verringern. Hierzulande sterben jedes Jahr ungefähr 1000 Personen an den Folgen des Rauchens, 80 davon sind Passivraucher.

(Juliette Devaux/L'essentiel)

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