Inklusion – Was will Corinne Cahen uns da sagen?

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InklusionWas will Corinne Cahen uns da sagen?

LUXEMBURG – Corinne Cahen beweist in einem Video, dass sie eine Sprache gelernt hat, die nur die wenigsten beherrschen: Gebärdensprache.

Am internationalen Tag für Menschen mit Behinderung setzt Corinne Cahen, Ministerin für Familie und Integration, ein Zeichen – genauer gesagt gleich mehrere. Denn in ihrer Ansprache auf Twitter redet sie nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Händen. In Gebärdensprache sagt sie, dass jeder Mensch ein Recht auf Kommunikation, Information und Bildung hat.

Im Juli 2018 wurde die Novelle des Sprachengesetzes verabschiedet, in der geregelt ist, dass die deutsche Gebärdensprache in Luxemburg als offizielle Sprache anerkannt wird. Damit hat jedes hörgeschädigte Kind das Anrecht, die Gebärdensprache zu lernen. Auch die Eltern können einen 100-stündigen Kurs in Anspruch nehmen.

Außerdem hat das Familienministerium eine Dolmetscherin für Gebärdensprache eingestellt. Sie dolmetscht Sitzungen der Abgeordnetenkammer sowie Konferenzen, aber auch wer Unterstützung bei Behördengängen braucht, kann den Dienst in Anspruch nehmen. Zwei weitere Dolmetscher sind am Centre de Logopédie angestellt.

(Marlene Brey/L'essentiel)

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