Dürre in Luxemburg – Wasserstand der Seen und Flüsse ist ungewöhnlich tief
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Dürre in LuxemburgWasserstand der Seen und Flüsse ist ungewöhnlich tief

LUXEMBURG – Durch einen sehr trockenen Herbst und Winter im letzten Jahr könnte die luxemburger Bevölkerung im Sommer beim Wasserkonsum stark sparen müssen.

Etwa 120.000 m3 Trinkwasser werden jeden Tag in Luxemburg verbraucht.

Etwa 120.000 m3 Trinkwasser werden jeden Tag in Luxemburg verbraucht.

In einem Klimabericht über das vergangene Jahr stellte Meteolux fest, dass der Winter 2016/2017 der trockenste seit 70 Jahren gewesen ist. Der Staatssekretär für Umwelt, Camille Gira, hat in einer parlamentarischen Antwort, die am Montag veröffentlicht wurde, bestätigt, dass wegen dem geringen Niederschlag der letzten Monate «der Wasserstand aller luxemburgischen Wasserläufe ungewöhnlich tief für die Saison ist». Auch das Gewässer von Obersauer, das ein Teil des Luxemburgs Trinkwasser produziere, sei auf einem besonderes tiefen Stand.

Dennoch möchte Camille Gira beruhigen: «Der aktuelle Wasserstand des Obersauer-Sees stellt die Herstellung von Trinkwasser nicht in Frage.» Aber, sollte es in den nächsten Monaten ebenso trocken bleiben, müsse man davon ausgehen, dass der Wasserstand im Sommer «außergewöhnlich tief» sei. Sollte das der Fall sein, «sehen die Behörden sich gezwungen, die Bevölkerung anzuhalten, ihren Konsum von Trinkwasser einzuschränken», präzisiert der Staatssekretär und weißt darauf hin, dass das Großherzogtum bisher noch keine solche Dürre gekannt hätte.

Außerdem erklärt der Staatssekretär weiter, gehe die Bevölkerung immer bewusster mit dem Konsum von Trinkwasser um. «Die Umsatzstatistiken zeigen, dass sich im Verlauf der letzten Jahr der jährliche Verbrauch von Trinkwasser stabilisiert habe. Und dies, obwohl die Einwohnerzahl und die wirtschaftlichen Aktivitäten weiter wachsen», schreibt Gira. Schließlich dürften einige Tage Regen dazu führen, dass sich der Wasserstand der Flüsse und Seen normalisiert.

(jd/L'essentiel)

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