Luxemburg – «Weißer Marsch» läuft gegen die Impfungen an
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Luxemburg«Weißer Marsch» läuft gegen die Impfungen an

LUXEMBURG – Die Bewegung «Weißer Marsch» protestiert gegen die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung. Zu einer Zeit, in der die Ärzte sich über die hohen Infektionszahlen sorgen.

Am Freitag fand wieder der «stille weißen Marsch» statt. Der Protest richtet sich gegen die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung.

Am Freitag fand wieder der «stille weißen Marsch» statt. Der Protest richtet sich gegen die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung.

Editpress/Fabrizio Pizzolante

Es ist zu einer regelmäßigen Freitagsveranstaltung in Luxemburg geworden. In den vergangenen Wochen haben durchschnittlich rund 3000 Menschen mit dem sogenannten «stillen weißen Marsch» gegen die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung demonstriert. Am Freitag fand die Veranstaltung um 19 Uhr zum fünften Mal statt. Der Marsch solle «eine inkohärente und absurde Politik» im Umgang mit Corona anprangern. Konkret richtet sich der Protest gegen den CovidCheck und die Corona-Impfungen gleichermaßen

Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Pandemie-Situation in Luxemburg besorgniserregend geworden ist und Ärzte wie Dr. Jean Reuter vom CHL, über den signifikanten Anstieg der Fallzahlen alarmiert sind. Eine Anfrage von L'essentiel über die Beweggründe sowie die Legitimität der Protestbewegung bleibt indes unbeantwortet. «Wir haben beschlossen, im Moment keine Interviews mehr zu geben», antworteten die Organisatoren des Protests. Begründet wird die Absage mit der Vermutung, dass die Medien nur ein einziges Ziel verfolgten: «Diese Bürgerbewegung zu diskreditieren und zu diffamieren».

Impfung als Vorwand für freiheitsfeindliche Instrumente

Bleibt nur die Erklärung, die die Organisatoren Mitte der Woche veröffentlichten und in der sie ihr «Leiden» angesichts der «anhaltenden gesundheitlichen Segregation» erklärten. Obwohl der Pandemie im Großherzogtum in weniger als einer Woche sechs neue Todesfälle verursacht zum Ofer fielen, sprechen sie von einer Gesundheitskrise als «Vorwand» für die Etablierung freiheitsfeindlicher Instrumente (QR-Code), um anderen unethischen und nicht medizinischen Interessen zu dienen». Einige davon seien zudem bereits lange vor der «Pandemie» geplant gewesen.

Der Marsch soll still und friedlich verlaufen, aber die Wut dieser Bürger ist sehr real. «Unsere Grundrechte und Freiheiten wurden und werden mit Füßen getreten, ohne dass ein wirksamer Rechtsweg in Betracht gezogen wird», heißt es in der Erklärung. Die Bewegung setze sich aus «Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund» zusammen. Sie beteuern, keine «Verschwörungstheoretiker, Impfgegner oder Schädlinge» zu sein, die weder «ins Lächerliche gezogen, noch zensiert oder stigmatisiert werden wollen».

(nc/L'essentiel)

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