USA: Weitere Angreifer wollten an Unabhängigkeitstag Feuer auf Menge eröffnen

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USAWeitere Angreifer wollten an Unabhängigkeitstag Feuer auf Menge eröffnen

Offenbar war noch ein weiterer Schusswaffen-Angriff an den Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag  geplant. Die Polizei konnte diesen dank eines Tipps vereiteln. 

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Ein  weiterer Schusswaffen-Angriff auf Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag soll von der Polizei vereitelt worden sein.

Ein  weiterer Schusswaffen-Angriff auf Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag soll von der Polizei vereitelt worden sein.

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Der 21-jährige Robert C. tötete am 4. Juli sieben Menschen und verletzte rund 30 weitere.

Der 21-jährige Robert C. tötete am 4. Juli sieben Menschen und verletzte rund 30 weitere.

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Ein 38-Jähriger und ein 52-Jähriger seien festgenommen worden, sagte Richmonds Polizeichef Gerald Smith am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Sie planten auch einen Angriff. 

Ein 38-Jähriger und ein 52-Jähriger seien festgenommen worden, sagte Richmonds Polizeichef Gerald Smith am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Sie planten auch einen Angriff. 

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Die Polizei in Richmond im US-Bundesstaat Virginia hat nach eigenen Angaben einen weiteren Schusswaffen-Angriff auf Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag vereitelt. Ein 38-Jähriger und ein 52-Jähriger seien festgenommen worden, sagte Richmonds Polizeichef Gerald Smith am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Zwei Sturmgewehre, eine Pistole und 223 Schuss Munition seien beschlagnahmt worden.

Tipp aus der Bevölkerung

Die Absicht der beiden Männer sei gewesen, das Feuer auf die Menge bei den Feierlichkeiten in Richmond am vergangenen Montag zu eröffnen, sagte Smith. «Wir wissen nicht, was ihr Motiv war.» Die Polizei sei durch einen Tipp aus der Bevölkerung alarmiert worden. «Ein Anruf hat am 4. Juli zahlreiche Leben gerettet.»

Bei einer Parade zum Unabhängigkeitstag in Highland Park im US-Bundesstaat Illinois hatte ein 21-Jähriger das Feuer eröffnet. Sieben Menschen wurden getötet, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestanden, auf die Menschenmenge geschossen zu haben.

21-Jähriger Robert C. ist geständig

Nach der Gewalttat bei einer Straßenparade zum US-Nationalfeiertag in Highland Park, einem Vorort von Chicago, hat der mutmaßliche Täter, Robert C.  gestanden, auf die Menschenmenge geschossen zu haben. Das sagte der Staatsanwalt des Bezirks Lake County, Eric Rinehart, am Mittwoch. Nach Angaben des Polizeisprechers Christopher Covelli hatte der 21-Jährige nach der Tat «ernsthaft in Erwägung gezogen», mit einer weiteren Waffe ein zweites Attentat in der etwa zweieinhalb Autostunden entfernten Stadt Madison im Bundesstaat Wisconsin zu begehen.

Nach der Entscheidung, dass er nicht für einen zweiten Angriff in Wisconsin vorbereitet sei, sei er nach Illinois zurückgekehrt, wo er später festgenommen wurde, erklärte der Sprecher der Sondereinheit für Kapitalverbrechen in Lake County, Christopher Covelli.

Emotionslos an Gerichtsanhörung

Ein Richter im US-Staat Illinois ordnete an, dass der 21-Jährige in Haft bleibt, ohne Möglichkeit, auf Kaution freizukommen. Bei einer Gerichtsanhörung am Mittwoch zeigte der Verdächtige keine erkennbaren Emotionen und äußerte sich abgesehen davon, dass er dem Richter sagte, er habe keinen Anwalt, kaum. Der bekannte Chicagoer Anwalt Thomas A. Durkin erklärte, er wolle C. gerichtlich vertreten und beabsichtige, in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig zu plädieren. Am Mittwoch sagte Durkin dem Gericht jedoch, er habe mit Blick auf die Übernahme des Falls einen Interessenkonflikt. Dem Verdächtigen wurde zunächst ein Pflichtverteidiger zugeordnet.

(DPA/lea)

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