Coronavirus in Luxemburg – Weiterhin nur Ungeimpfte auf der Intensivstation

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Coronavirus in LuxemburgWeiterhin nur Ungeimpfte auf der Intensivstation

LUXEMBURG – Im Wochenvergleich hat es im Pandemiegeschehen zuletzt kaum Veränderungen gegeben. Auch die Impfquote schreitet nur noch langsam voran.

In der Woche vom 6. bis zum 12. September wurden in Luxemburg lediglich 6070 Impfungen gegen Covid-19 verabreicht.

In der Woche vom 6. bis zum 12. September wurden in Luxemburg lediglich 6070 Impfungen gegen Covid-19 verabreicht.

DPA

Ein etwas kleinerer R-Wert, eine leicht gesunkene Inzidenz aber auch mehr belegte Krankenhausbetten: Der neue Corona-Wochenbericht, der am Mittwoch vom Gesundheitsministerium vorgelegt wurde, zeigt wenig Bewegung im Luxemburger Pandemiegeschehen.

In Zeitraum vom 6. bis zum 12. September sank die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen von 573 auf 553 Fälle – ein minus von vier Prozent. Von den 533 neu Infizierten waren 375 Personen nicht oder nur teilweise geimpft (67,8 Prozent), 178 Personen oder 32,2 Prozent waren vollständig geimpft. Wie wichtig die Impfung im Kampf gegen die Pandemie und für den Weg zurück in die Normalität ist, zeigt der nächste Punkt, den die Santé anführt: Fast 86 Prozent der Covid-19-Patienten auf der Normalstation der Krankenhäuser und alle Patienten auf der Intensivstation – 100 Prozent – waren nicht geimpft. Zwei weitere Personen sind in der Folge einer Coronainfektion gestorben.

Inzidenz geht leicht nach unten

Insgesamt wurden 29 neue Covid-19 Patienten auf der Normalstation aufgenommen, verglichen mit 22 in der Vorwoche. Auf der Intensivstation stieg die Zahl der belegten Betten von 9 auf 10. Das Durchschnittsalter der stationären Patienten ist von 60 auf 47 Jahre gesunken.

Zudem teilt das Ministerium mit, dass die Zahl der in der Woche vom 6. bis 12. September durchgeführten PCR-Tests leicht auf 29.633 gestiegen ist. In der Vorwoche waren 29.057 Proben entnommen worden. Die Zahl der aktiven Infektionen ist von 1052 auf 1067 gestiegen. Das Durchschnittsalter der Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben ist derweil von 31,7 auf 32,1 Jahre gestiegen. Der R-Wert ist von 1,04 auf 1 gefallen (zuletzt steckte ein Infizierter eine weitere Person an) – genauso wie die Positivitätsrate der durchgeführten Tests von 1,97 auf 1,87 Prozent gefallen ist. Auch die Inzidenz ist leicht von 90 auf 87 Coronafälle pro 100.000 Einwohner gefallen.

Impfkampagne hat kaum noch Schwung

Im Vergleich zur Vorwoche ging die Inzidenzrate in allen Altersgruppen zurück, außer bei den 60 bis 74-Jährigen (+27 Prozent ). Der stärkste Rückgang wurde in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigenverzeichnet (-20 Prozent). Die Altersgruppe 0 bis 14 Jahre weist mit 121 Fällen pro 100.000 Einwohner die höchste Inzidenzrate auf, die niedrigsten Inzidenzraten lagen in den Altersgruppen der Über-75-Jährigen und der 60- bis 74-Jährigen zu verzeichnen.

Die Impfkampagne hat weiter an Schwung eingebüßt: In der betrachteten Woche wurden lediglich 6070 Dosen verabreicht. Der Spitzenwert wurde in der Woche vom 7. bis zum 13. Juni mit 50.146 verabreichten Dosen erreicht. Bisher sind 63,6 Prozent der Luxemburger Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft.

(sw/L'essentiel)

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