Luxemburg: Arbeitsunfälle können ordentlich ins Geld gehen

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LuxemburgArbeitsunfälle können ordentlich ins Geld gehen

LUXEMBURG – Arbeitsunfällen vorzubeugen ist auch finanziell gesehen vorteilhaft. Die damit verbundenen direkten und indirekten Kosten sind nämlich nicht zu unterschätzen.

von
Joseph Gaulier
In Luxemburg werden jedes Jahr etwa 27.000 Arbeitsunfälle gemeldet.

In Luxemburg werden jedes Jahr etwa 27.000 Arbeitsunfälle gemeldet.

Um Arbeitsunfälle zu vermeiden, sollten laut Gewerbeinspektion (ITM) regelmäßig Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden. Ziel sei nicht nur die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten, sondern auch Kosten zu vermeiden. «Arbeitsunfälle verursachen Kosten. Die direkten Kosten betragen bis zu 5000 Euro pro Unfall. Je nach Schwere können die indirekten Kosten drei bis fünf Mal so hoch sein», erklärte ITM-Direktor Marco Boly vergangene Woche bei einer Präsentation.

«Wenn jeder einzelne Mitarbeiter in einem Jahr einen Arbeitsunfall hätte, würde dies den Staat rund 2,3 Milliarden kosten», erklärt Boly. Die direkten jährlichen Kosten liegen aktuell bei knapp 135 Millionen Euro. Das entspricht insgesamt 27.000 Unfällen pro Jahr, von denen rund 20 tödlich verlaufen.

Sicherheit am Arbeitsplatz und Wirtschaftsentwicklung seien deshalb eng miteinander verbunden, erklärt Boly. «Die wettbewerbsfähigsten Länder sind diejenigen mit den wenigsten Arbeitsunfällen», sagt er. Sicherheit erhöhe die Attraktivität und würde dazu beitragen, Talente zu halten, was wiederum gut für die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Unternehmen sei.

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