Kampagne in Luxemburg – Welche Spuren hinterlassen wir im Netz?

Publiziert

Kampagne in LuxemburgWelche Spuren hinterlassen wir im Netz?

LUXEMBURG – Geht unsere Privatsphäre im Internet verloren? Bee Secure informiert in Luxemburg über Chancen und Risiken von «Big Data».

Vertreter der Bee Secure-Kampagne bei einer Informationsveranstaltung.

Vertreter der Bee Secure-Kampagne bei einer Informationsveranstaltung.

Nicolas Chauty

Viele Nutzer haben beim Surfen Angst vor Missbrauch und Verlust ihrer Privatsphäre, der «Big Data», die sie im Internet als Spuren hinterlassen. Diese basieren auf Internet-Recherchen, Chats oder unserem Verhalten in sozialen Netzwerken. «Heute hinterlassen wir 24 Stunden am Tag Daten im Internet», erklärt George Metz, Leiter des Nationalen Jugenderks («Service national de la jeunesse»). Bei einer unrepresäntativen Umfrage des SNJ, bei der 250 Personen in Luxemburg befragt wurden, gaben 72 Prozent der Jugendlichen an, sich unter dem Begriff «Big Data» gar nichts vorstellen können. 67 Prozent der Erwachsenen erklärten, sie wollten mehr über «Big Data» erfahren.

«Was wird gesammelt und warum? Wir wollen die Öffentlichkeit informieren», so Metz weiter, der am Dienstag eine Sensibilisierungskampagne zum Thema «Transparenz» startete. Denn «die Technologie der Datenanalyse ist weder gut noch schlecht. Es geht mehr darum, was mit den Daten gemacht wird», so der Experte. So könnten die persönlichen Informationen für kommerzielle Zwecke, aber auch für medizinische Zwecke genutzt werden.

Luxemburger sollen informiert werden

«Die Menschen sind sich ihrer Rechte nicht bewusst», sagt Christophe Buschmann von der Nationalen Datenschutzkommission, Partner der neuen Kampagne. Eine Kampagne, die der für 2018 geplanten europäischen Richtlinie zur Transparenzverpflichtung von Zugangsanbietern vorgreift.

Aber wie kann man die Kontrolle behalten? Reicht es aus, wenn man nur ausgewählte Dinge über sich preisgibt? Bee Secure bietet dazu verschiedene Informationsveranstaltungen an. So wird die Kampagne auf der Studentenmesse am 9. und 10. November präsentiert, bis zum Sommer kommenden Jahres werden Artikel zu ausgewählten Themen veröffentlicht. Außerdem gibt es eine Hotline, die für Fragen unter 8002-1234 zu erreichen ist.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

Deine Meinung