Bürgerforen – Welche Zukunft hat die luxemburgische Sprache?

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BürgerforenWelche Zukunft hat die luxemburgische Sprache?

LUXEMBURG – Vier Bürgerforen werden vom 27. Februar bis 20. März stattfinden. Darin soll über die Zukunft der luxemburgischen Sprache diskutiert werden.

Bildungsminister Claude Meisch will die Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Bildungsminister Claude Meisch will die Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Editpress/François Aussems

Während das Gesetz zur Förderung der luxemburgischen Sprache noch vor Ende der Legislaturperiode verabschiedet werden soll, sind auch die Bürger dazu aufgerufen, sich an der Debatte zu beteiligen. In den kommenden Wochen finden vier Diskussionsforen statt: am Dienstag, den 27. Februar am Geesseknäppchen in der Hauptstadt, am Donnerstag, den 8. März in der Kufa in Esch/Alzette, am Donnerstag, den 15. März im Bierger- a Kulturhaus in Bad Mondorf und am Dienstag, den 20. März in der Al Seeërei in Diekirch. Gleichzeitig können sich die Bürger an der Diskussion in einem Online-Forum beteiligen.

Die Diskussion umfasst die drei Themengebiete Lernen, Leben und Arbeiten. Die Ergebnisse aus den Diskussionsrunden werden in die Ausarbeitung des Aktionsplans für die luxemburgische Sprache einfließen, der innerhalb der nächsten zwanzig Jahre umgesetzt werden soll.

Sprachkommissar soll Entwicklung überwachen

Ein eigens eingesetzter Kommissar für die luxemburgische Sprache soll die Entwicklungen überwachen, nachdem das entsprechende Gesetz in Kraft getreten ist. «Es braucht eine gewisse Geduld, um zu Ergebnissen in diesem Bereich zu gelangen. Die Förderung einer Sprache basiert nicht nur auf politischen Programmen und Expertenvorschlägen», sagt Bildungsminister Claude Meisch (DP). «Es sind die Bürger, die die Sprache tagtäglich nutzen. Deshalb ist es nur gerechtfertigt, dass auch sie an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt sind.»

Dafür gilt es aber, noch einige Hürden zu meistern. «Die Entwicklungen in der luxemburgischen Gesellschaft legen nahe, dass die Vermittlung der Landessprache nicht mehr so selbstverständlich ist wie früher», räumt Meisch ein. «Auch das wird ein Teil des Aufgabenbereichs des Luxemburgisch-Kommissars sein.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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