Robert Zoellick – Weltbank-Chef geht

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Robert ZoellickWeltbank-Chef geht

Seine Hauptaufgabe ist die internationale Entwicklungshilfe, aber Weltbank-Präsident Robert Zoellick mischte sich auch gern in die Euro-Krise ein. Nun kündigt er seinen Rückzug an.

Der 58-Jährige werde zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit am 30. Juni aufhören, teilte die internationale Organisation am Mittwoch in Washington mit. Der Amerikaner hatte die Führung der Sonderorganisation der Vereinten Nationen 2007 übernommen.

Er übergebe die Weltbank «stark, gesund und für neue Herausforderungen gut positioniert», sagte er laut der Mitteilung.

Traditionell Amerikaner an der Spitze

Die Weltbank steht nicht ganz so stark im Licht der Öffentlichkeit wie die Schwesterorganisation, der Internationale Währungsfonds (IWF). Ursprünglich war ihr Ziel, nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau zu fördern und in Zusammenarbeit mit dem IWF stabile Währungen zu schaffen. Seit den 1960er Jahren liegt ihre Hauptaufgabe in der Entwicklungshilfe.

Im Gegenzug zur europäischen Besetzung der IWF-Spitze wird die Weltbank traditionell von einem Amerikaner geführt.

(L'essentiel Online/dpa)

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