Explosion unter Wasser – Weltkriegsbombe verletzt fünf Seeleute schwer
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Explosion unter WasserWeltkriegsbombe verletzt fünf Seeleute schwer

Als sich eine deutsche Fliegerbombe in den Fangkörben eines britischen Krabbenkutters verfing und die Crew das Netz hochzog, detonierte das Kriegsgerät.

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Die Galwad-Y-Mor ist ein britischer Krabbenkutter. Sie wurde bei der Explosion schwer beschädigt.

Die Galwad-Y-Mor ist ein britischer Krabbenkutter. Sie wurde bei der Explosion schwer beschädigt.

Macduff Ship Design
Die Galwad-Y-Mor lag nach dem Vorfall tief im Wasser.

Die Galwad-Y-Mor lag nach dem Vorfall tief im Wasser.

Andrew Oliver/ Marine Accident Investigation Branc

Eine deutsche Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat einen Unfall mit mehreren Verletzten auf einem Fischerboot in der Nordsee vor der englischen Grafschaft Norfolk verursacht. Wie die britische Stelle für Seeunfalluntersuchung Marine Accident Investigation Branch am Donnerstag mitteilte, hatten sich die Körbe der Krabbenfischer auf der 15 Meter langen Galwad-Y-Mor am Blindgänger verfangen.

Der Sprengsatz detonierte zwar noch unter Wasser, aber die dadurch ausgelöste Druckwelle war so stark, dass sie das Fischerboot heftig erschütterte. Wie «The Fishing Daily» berichtet, wurde der Rumpf aus dem Wasser gehoben und krachte danach zurück auf die Meeresoberfläche, wobei alle elektrischen Anlagen sofort ausfielen.

Die Seeleute konnten gerettet werden

Fünf der sieben Besatzungsmitglieder wurden dabei schwer verletzt. Auch das Fischerboot wurde am Rumpf und der Maschine schwer beschädigt. Der verletzte Kapitän schaffte es noch, einen Notruf abzusetzen, und konnte das Rettungsfloss zu Wasser bringen. Später wurden die Seeleute, die Kopf-, Rücken- und Knieverletzungen erlitten hatten, vom Rettungsboot eines Schiffs aufgenommen, das gerade in der Nähe war, und später ins Krankenhaus gebracht. Die Galwad-Y-Mor konnte geborgen und nach Grimsby geschleppt werden und wurde wieder repariert. Der Vorfall hatte sich bereits im Dezember 2020 ereignet.

Experten und Expertinnen stellten fest, dass es sich beim Auslöser der Explosion um eine 250 Kilogramm schwere Bombe deutscher Machart aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. Die MAIB warnt, dass Sprengkörper auch nach langen Jahren unter Wasser noch gefährlich sein können. Die Crew der Galwad-Y-Mor habe aber keine Fehler gemacht und den Vorfall nicht voraussehen können.

(L'essentiel/DPA/trx)

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