In Luxemburg – Weltkriegsdrama von Jolie läuft im Kino an

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In LuxemburgWeltkriegsdrama von Jolie läuft im Kino an

«Unbroken» erzählt den dramatischen Überlebenskampf eines Piloten. Die zweite Regiearbeit von Angelina Jolie stieß in Japan auf Kritik.

Ob sich der Erfolg des Bestsellers «Unbroken» auch im Kino forsetzen wird? Ihre zweite Regierarbeit widmet Hollywood-Star Angelina Jolie dem US-amerikanischen Kriegshelden Louis Zamperini. Und verfilmt damit den gleichnamigen Bestseller.

Zamperinis Leben bot definitiv Stoff genug für Literatur und Kino: 1936 nahm er als Läufer an den Olympischen Spielen in Berlin teil, während des Zweiten Weltkriegs stürzte er mit seinem Kampfflugzeug über dem Pazifik ab, danach kam er zwei Jahre in japanische Gefangenschaft. Mit ihrem Buch über den Kriegshelden und Athleten landete Autorin Laura Hillenbrand 2010 einen Bestseller.

«Jolies Film ist unglaubwürdig und rassistisch»

Unterdessen sorgte der Film bereits für negative Schlagzeilen. Die Szenen im japanischen Kriegsgefangenenlager stoßen Nationalisten in Japan auf. Japanische Soldaten würden als bösartige Sadisten auftreten, lautet der Vorwurf. Hiromichi Moteki, der Generalsekretär einer nationalistischen Vereinigung, wirft Jolie eine Verdrehung historischer Fakten vor.

Dem Telegraph sagte er: «Der Film ist pure Fiktion. Für die dargestellten Szenen gibt es keine Beweise. Jolies Werk hat keine Glaubwürdigkeit, er ist unmoralisch.» In sozialen Medien wird Angelina Jolie als Rassistin beschimpft. Teilweise wurde ein Verbot des Films gefordert.

Drehbuch von Coen-Brüdern

Die Kritik aus Japan dürfte dem Erfolg des Biopics in den amerikanischen und europäischen Kinos wohl wenig anhaben können. Zumal der Film neben der Regisseurin noch mit weiteren prominenten Namen glänzen kann: Am Drehbuch schrieben Joel und Ethan Coen mit. Für die Hauptrolle dagegen wurde der bisher noch nicht groß aufgefallene Jack O’Connell («300: Rise of an Empire», «Eden Lake») verpflichtet.

Aber ob die japanische Kritik dafür vielleicht die Chance auf einen großen Preis verdorben hat? Denn trotz toller Story aus dem wahren Leben und großen Namen ging das Werk bei den Nominierungen für die Golden Globes leer aus. Dabei hatten doch viele Kritiker mit einer Regie-Nominierung gerechnet.

Verfilmung lange geplant

Das Leben des Kriegshelden sollte nach Angaben von filmstarts.de schon mehrmals verfilmt werden. 1957 kaufte das Universal Studio die Rechte, Zamperini spielen sollte damals Tony Curtis. Später hatte auch Nicolas Cage Intresse.

Doch erst als Hillenbrands Buch zum Bestseller geworden war, entwickelte das Studio das Projekt weiter. Ob der echte Zamperini den film noch gesehen hat? Er starb 2014 mit 97 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

(sop/dpa/L'essentiel)

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