Seit Skitour 2018 vermisst – Wende im Streit um vermissten Tengelmann-Chef

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Seit Skitour 2018 vermisstWende im Streit um vermissten Tengelmann-Chef

Tengelmann-Miteigentümer Georg Haub will seinen Bruder doch nicht für tot erklären lassen. Dieser wird seit April 2018 nach einer Skitour vermisst.

Seit dem 7. April 2018 wird der deutsche Tengelmann-Miteigentümer Karl-Erivan Haub vermisst. Der 58-Jährige war alleine zu einer Skitour in der Schweiz aufgebrochen und ist nicht mehr zurückgekehrt. Die Familie ging bisher davon aus, dass er am Klein Matterhorn bei Zermatt verunglückt ist. Seit seinem Verschwinden tobt ein Machtkampf ums Erbe. Es geht um Milliarden. Zum Imperium gehören unter anderem die OBI-Baumärkte sowie die Discounter Kik und Netto. 90.000 Mitarbeiter sind in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Seit dem Verschwinden von Karl-Erivan hat sein Bruder Christian Haub die Zügel im Familienunternehmen übernommen. Zuvor sei dieser im Schatten seines Bruders gestanden, wie deutsche Medien berichteten.

Bruder zog Antrag zurück

Im Oktober vergangen Jahres hatten Christian Haub und sein Bruder Georg beim Amtsgericht Köln beantragt, den Vermissten für tot erklären zu lassen. Mit diesem Schritt stieg der Druck auf auf die Ehefrau des Vermissten sowie ihre Kinder, ihre Anteile zu verkaufen, weil sie mit Erbschaftssteuerzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe rechnen mussten. Katrin Haub kritisierte damals das Vorgehen der Brüder scharf. Nun die überraschende Kehrtwende: Georg Haub hat seinen Antrag zurückgezogen, seinen Bruder für tot erklären zu lassen, dies berichtet ein Sprecher des Amtsgerichts Köln. Die gleichlautenden Anträge von Tengelmann-Chef Christian Haub und der Unternehmensgruppe Tengelmann würden dagegen aufrechterhalten.

(L'essentiel/Lea Gnos)

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