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Neue StudieWeniger Corona-Infektionen dank Grippe-Impfungen?

Gegen Grippe geimpfte Personen könnten ein geringeres Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken. Darauf deutet eine Studie mit Krankenhauspersonal hin.

Weltweit sind mehr als 145 Wirkstoffe in der Entwicklung, 6 gelten als «teilweise genehmigt». Weitere stehen in den Startlöchern.

Weltweit sind mehr als 145 Wirkstoffe in der Entwicklung, 6 gelten als «teilweise genehmigt». Weitere stehen in den Startlöchern.

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Auch wenn weltweit an einer Impfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 geforscht wird und mit den Vakzinen von Moderna und Biontech die ersten Kandidaten bereits in den Startlöchern stehen: Noch gibt es keinen. Doch möglicherweise bietet auch die klassische Grippeimpfung einen Schutz, wie ein deutsch-niederländisches Forscherteam in einer Preprint-Studie berichtet, die noch nicht von anderen Experten begutachtet wurde.

Es ist nicht die erste wissenschaftliche Untersuchung, die in diese Richtung deutet, schreibt Spektrum.de. Schon mehrere epidemiologische Arbeiten seien zum Schluss gekommen, dass eine Grippeimpfung eine gewisse Kreuzimmunität gegen Sars-CoV-2 erzeugt. Wie diese zustande kommt, ist jedoch noch unbekannt.

Etwas Licht ins Dunkel bringt nun die neue Studie: Sie liefert Hinweise darauf, «dass ein Impfstoff gegen das Grippevirus den Körper dazu veranlassen könnte, breit wirksame Moleküle zu produzieren, die auch das derzeitige Pandemie-Virus bekämpfen».

Noch nicht offiziell

In In-vitro-Modellen haben die Forschenden um Katharina L. Gössling von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität nachweisen können, «dass der vierwertige inaktivierte Grippeimpfstoff, der in den Niederlanden in der Grippesaison 2019/2020 eingesetzt wird, eine trainierte Immunantwort induzieren kann», heißt. Weiter hätte sich gezeigt, dass sich die sogenannte Zytokinreaktion verbessert.

«Darüber hinaus stellten wir fest, dass die Infektion mit Sars-CoV-2 bei niederländischen Krankenhausmitarbeitern, die in der Wintersaison 2019/2020 eine Grippeimpfung erhalten hatten, seltener auftrat», zitiert Spektrum.de die Autoren.

Trotz dieser deutlichen Hinweise: Der beobachtete Effekt muss nicht unbedingt auf die Impfung zurückzuführen sein. Es könnte nämlich auch sein, dass Menschen, die sich gegen Grippe impfen lassen, einfach nur gesundheitsbewusster sind und sich eher an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten als Menschen, die keine Grippeimpfung vornehmen, erklärt Ellen Foxman, Immunologin an der Yale University, gegenüber Scientific American.

(L'essentiel)

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