Energie-Prämien – Weniger Solarstrom, mehr Passivhaus

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Energie-PrämienWeniger Solarstrom, mehr Passivhaus

LUXEMBURG – Die Regierung hat ein Ende der Gießkannen-Politik bei den Energie-Prämien beschlossen. Sparen wird in Zukunft stärker gefördert.

Die Kostenerstattung bei Photovoltaik-Anlagen wird um ein Drittel auf 20 Prozent gesenkt.

Die Kostenerstattung bei Photovoltaik-Anlagen wird um ein Drittel auf 20 Prozent gesenkt.

DPA

Der delegierte Minister für Nachhaltigkeit, Marco Schank (CSV), hat am Donnerstag eine Anpassung der staatlichen Subventionen für Energiesparende Baumaßnahmen und erneuerbare Energien für Privathaushalte vorgestellt. Die oft kritisierte Gießkannen-Politik soll ab Januar 2013 ein Ende finden. In Zukunft gibt es weniger Geld, aber es soll sinnvoller zugeteilt werden.

Am deutlichsten wird der Rotstift bei der privaten Stromerzeugung angesetzt. Die Kostenerstattung bei Photovoltaik-Anlagen wird um ein Drittel auf 20 Prozent gesenkt. Thermische Solarkollektoren werden nur noch mit maximal 2 500 Euro bezuschusst, also etwa 50 Prozent der effektiven Kosten. Die Prämien für Wärmepumpen und Hackschnitzelheizungen werden dagegen erhöht.

Energieeffizienz als wichtigstes Ziel

Energiesparen soll sich dagegen weiter lohnen und die Regierung will bei der Umstellung auf energieeffizientere Häuser weiter Druck machen. Bis 2017 sollen alle Häuser der Energieeffizienzklasse A entsprechen. Bis dahin werden die Zuschüsse für niedrigere Klassen progressiv abgeschafft. Subventionen für Häuser der Energieeffizienzklasse B wird es beispielsweise nur noch bis Ende 2013 geben. Je niedriger die Energieeffizienz, desto früher werden die Hilfen abgeschafft. Unter bestimmten Bedingungen können Hausbesitzer auch ein Bonus bekommen: Für die Komplettsanierung eines Hauses etwa gibt es 20 Prozent Zuschuss, allerdings ist bei maximal 40 000 Euro Schluss.

Bei bestehenden Häusern werden ebenfalls energiesparende Maßnahmen unterstützt. Je höher die Einsparung, desto mehr Geld gibt es. Pro Quadratmeter Fassade steigen die Zuschüsse zum Beispiel von 20 Euro in der Klasse B auf 36 Euro für die Klasse A.

(L'essentiel Online/TH/JV/mth)

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