Bettel zur Situation – «Wenigstens schütze ich meine Bevölkerung»

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Bettel zur Situation«Wenigstens schütze ich meine Bevölkerung»

LUXEMBURG – Premierminister Xavier Bettel hat in einem AFP-Interview die Reisebeschränkungen gegenüber dem Großherzogtum deutlich kritisiert.

Premierminister Xavier Bettel ist von der luxemburgischen Strategie überzeugt.

Premierminister Xavier Bettel ist von der luxemburgischen Strategie überzeugt.

Editpress/Julien Garroy

Die Reisebeschränkungen, die Luxemburg und seinen Einwohnern wegen steigenden Neuinfektionen im Land auferlegt worden sind, treffen bei Premierminister Xavier Bettel (DP) auf wenig Verständnis. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP hatte der Regierungschef das Vorgehen von Deutschland und anderen EU-Ländern deutlich kritisiert und darauf hingewiesen, dass die aktuellen Infektionszahlen das Ergebnis konsequenter Tests seien.

Die Sterblichkeit liege in Luxemburg «ungefähr so hoch wie in Deutschland. Aber niemand sagt, Deutschland ist eine mögliche Gefahr», so Bettel in dem Gespräch, welches auch im Stern zitiert wird. Die Botschaft dürfe nicht sein, besser nicht zu testen, «weil man dann Kranke hat, Sanktionen auferlegt bekommt und auf die Liste der gefährlichen Länder gesetzt wird». Er wolle das Thema auch beim EU-Gipfel am heutigen Freitag ansprechen. «Wenigstens schütze ich meine Bevölkerung», betonte der Premier.

(L'essentiel)

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