Gefahr auf der Straße – Wenn das Radeln an den Nerven zehrt

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Gefahr auf der StraßeWenn das Radeln an den Nerven zehrt

LUXEMBURG - Fahrradfahren ist gut für die Gesundheit. Eigentlich, denn das Radeln in der Stadt kann auch ganz schön gefährlich sein.

Im November starb ein Radfahrer in der Rue de Hollerich bei einem Unfall.

Im November starb ein Radfahrer in der Rue de Hollerich bei einem Unfall.

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Gust Muller, Präsident der Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ, ist in Sachen Sicherheit der Radfahrer ein Experte. «Die Verbindungen vom Bahnhof zum Place de Paris in der Avenue de la Liberté und jene nach Bonneweg sind die beiden schwarzen Punkte in der Hauptstadt», sagt er. Die Organisation, die mittlerweile mehr als 1 000 Mitglieder zählt, trifft sich am Freitagabend zu einer Generalversammlung. Als Gast ist Aurélie Neumann aus Brüssel eingeladen. Sie wird eine Öffentlichkeitskampagne des Vereins Cyclistes Quotidiens vorstellen.

«Wir könnten einige ihrer Ideen übernehmen», sagt Gust Muller. «Wir haben vier Videos gedreht, in denen auf Gefahren von Radfahrern, zum Beispiel beim Abbiegen nach links, hingewiesen wird», erklärt Aurélie Neumann. Ganz oben lauert die Gefahr, dass Autofahrer ihre Tür öffnen, ohne heranfahrende Radler zu sehen. «Radfahrer sollten einen Meter Abstand von Autos halten», empfiehlt die Belgierin.

Ein anderes Problem ist der tote Winkel bei Lastwagenfahrern. «Ein LKW, der Sie überholt, sieht Sie nicht mehr. Wenn er einschert, können Sie leicht unter den Lastwagen geraten. Besser ist es, anzuhalten und ihn vorbeizulassen». Bei 58 Prozent der Unfälle mit Verletzten im Jahr 2009 waren Radfahrer Schuld an der Kollision mit einem anderen Fahrzeug.

L'essentiel online/Jérome Wiss

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