Gesetz in Luxemburg – Wer andere gefährdet, wird künftig bestraft

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Gesetz in LuxemburgWer andere gefährdet, wird künftig bestraft

LUXEMBURG - Vor einem Jahr wurde über das Thema diskutiert, nun wurde es umgesetzt. Die Gefährdung anderer wird im Großherzogtum künftig als Straftat gewertet.

Justizminister Félix Braz stellt den neuen Gesetzesentwurf vor.

Justizminister Félix Braz stellt den neuen Gesetzesentwurf vor.

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2016 wurde es vom Luxemburger Infrastrukturministerium als «machbare» Idee tituliert. Nun wurde es in die Tat umgesetzt. Wer andere absichtlich gefährdet, macht sich strafbar. Am Mittwoch bestätigte die Regierung die Änderung im Gesetzbuch.

«Die Gefährdung anderer unterscheidet die Risikobereitschaft von bloßer Leichtsinnigkeit», heißt es aus Regierungskreisen. So werden «unrechtmäßige und gefährliche Handlungen» unter Strafe gestellt, auch wenn niemand dabei zu Schaden kommt. Dies betrifft zum Beispiel illegale Autorennen.

Weitere Details folgen

Insbesondere die Verantwortlichen bei der Straßenverkehrssicherheit forderten schon lange, dass anstatt von Geldstrafen Gefängnisstrafen bei entsprechenden Vergehen ausgesprochen werden.

Der Gesetzesentwurf wird der Chamber von Justizminister Félix Braz vorgelegt. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

(NC/L'essentiel)

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