Ab aufs Land – Wer aus Auckland wegzieht, erhält Geld

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Ab aufs LandWer aus Auckland wegzieht, erhält Geld

Die Verwaltung von Auckland zahlt jedem Einwohner bis zu 3100 Euro, wenn er aus der Stadt wegzieht. Einen kleinen Haken hat die Sache aber.

Aus Auckland wegzuziehen, kann sich lohnen: Umsiedler bekommen bis zu 5000 Dollar vom Staat.

Aus Auckland wegzuziehen, kann sich lohnen: Umsiedler bekommen bis zu 5000 Dollar vom Staat.

Ross Land

In der Stadt Auckland herrscht Dichtestress – oder zumindest hat die neuseeländische Ministerin für sozialen Wohnungsbau, Paula Bennett, dieses Gefühl. Sie lancierte kürzlich ein Programm, um Bezüger von städtischen Sozialwohnungen dazu zu motivieren, aufs Land zu ziehen. Freiwillige Umsiedler bekommen dann vom Staat eine Subvention von bis zu 5000 neuseeländischen Dollar (umgerechnet 3100 Euro).

«Wer günstiger auf dem Land wohnen oder zu Verwandten außerhalb der Stadt ziehen will, soll eine finanzielle Hilfe bekommen. Damit sollen die hohen Umzugskosten kein Grund mehr zum Zögern sein», sagte Ministerin Bennett zum «NZ Herald».

«Tut das nicht!», meint ein Wohnberater

Der Betrag hänge stark davon ab, wie viele Familienmitglieder fortzögen oder wie viel Gepäck jemand dabei habe. Eine einzige Bedingung habe das Ganze aber: Wer innerhalb Jahresfrist wieder nach Auckland zurückkehrt, muss der Stadt das Geld zurückzahlen.

Das Programm hat ein Gesamtbudget von 750.000 Dollar. Bereits 130 Interessenten haben sich dafür beworben. Wohnberater Bernie Smith von Monte Cecilia Housing Trust ist allerdings misstrauisch. «Nehmt das Angebot nicht an», rät er vor allem junge Familien im «Morning Report». Im besten Fall bekämen diese rund 2000 Dollar, meinte er. «Das reicht nicht für den Umzug, eine neue Einrichtung und neue Schuluniformen», sagt Smith. Er könne sich einen Wegzug höchstens bei Familien vorstellen, in denen zumindest ein Elternteil eine Festanstellung am neuen Wohnort habe.

(L'essentiel/kle)

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