Nachrichten analysiert – Wer SMS mit einem Punkt beendet, gilt als unehrlich

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Nachrichten analysiertWer SMS mit einem Punkt beendet, gilt als unehrlich

Wer am Ende seiner Kurznachrichten einen Punkt setzt, macht auf andere einen unehrlichen Eindruck. Dies haben US-Forscher herausgefunden.

Wer zum Ausdruck bringen will, dass er eine Kurznachricht aufrichtig meint, sollte seinen Text nicht mit einem Punkt am Ende versehen. Denn wie eine Studie der US-amerikanischen Binghamton University in New York ergeben hat, werden SMS-Texte mit Punkt am Schluss als unehrlicher betrachtet.

Für die Studie ließen Wissenschaftler um Celia Klin 126 Studenten 16 SMS-Konversationen lesen, bei denen die Antworten entweder mit oder ohne Punkt endeten. Dabei zeigte sich, dass die Probanden Texte mit einem Punkt am Schluss als weniger ernst gemeint beurteilten als solche ohne Punkt. Bei handgeschriebenen Nachrichten ließ sich eine solche Unterscheidung hingegen nicht ausmachen.

Ausrufezeichen ist am ehrlichsten

Als noch aufrichtiger als punktlose Kurznachrichten werden allerdings solche mit einem Ausrufezeichen am Ende aufgefasst. Dies hat eine bisher noch nicht publizierte Folgestudie ergeben, wie die «Washington Post» schreibt.

«Beim Schreiben von Kurznachrichten gehen viele soziale Aspekte von Face-to-Face-Konversationen verloren», wird Studienleiterin Celia Klin von Eurekalert.org zitiert. In einem Gespräch würden Menschen soziale und emotionale Informationen mittels Augenbewegungen, Gesichtsausdrücken, der Stimmlage oder Pausen zum Ausdruck bringen. «Man kann diese Mechanismen beim Tippen offensichtlich nicht benutzen.» Insofern mache es Sinn, dass man Emotionen beim Verfassen von Kurznachrichten durch Emojis, absichtliche Rechtschreibfehler und Satzzeichen zum Ausdruck bringe, so Klin.

(L'essentiel/pst)

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