Prinz Charles – «Wer weiß, was nach Corona noch kommt»
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Prinz Charles«Wer weiß, was nach Corona noch kommt»

In einem Videogespräch äußert sich Prinz Charles erstmals ausführlich zu seiner Covid-19-Infektion. Der 71-jährige britische Thronfolger ist sich bewusst, dass er viel Glück hatte.

Ende März hatte sich Prinz Charles (71) mit dem Coronavirus infiziert – wo, kann nur gemutmaßt werden. Möglicherweise hatte er sich bei Fürst Albert von Monaco (62) angesteckt, der ebenfalls an Covid-19 erkrankt war. Die beiden Royals hatten sich kurz davor an einem Charity-Event getroffen. Charles begab sich nach der Diagnose sofort auf seinem schottischen Landsitz Birkhall in Selbstquarantäne.

Von dort aus hat er nun auch ein Interview gegeben und alles Revue passieren lassen. Die Krankheit sei «ziemlich leicht» verlaufen, resümiert der britische Thronfolger im Video-Call mit Sky News. «Ich hatte Glück», dessen ist er sich heute bewusst. «Aber ich hatte es, und ich kann dadurch verstehen, was andere Leute durchgemacht haben.»

«Das ist das Grässlichste»

Charles drückt Betroffenen und Angehörigen sein Mitgefühl aus. «Ich fühle besonders mit denjenigen mit, die ihre Lieben verloren haben und in dieser Zeit nicht bei ihnen sein konnten», sagt er. «Das ist für mich das Grässlichste.»

Seine eigene Erfahrung habe ihn entschlossener gemacht, für einen Ausweg aus der aktuellen Situation zu kämpfen – und sich noch mehr für die Natur einzusetzen. Die «grüne Erholung» müsse künftig mehr ins Zentrum rücken. Er selbst habe während des Lockdowns keine Zeit verschwendet und mit einer Menge Leute auf der ganzen Welt die Probleme besprochen.

Interview mit technischen Problemen

Wie so viele Video-Calls habe das Gespräch mit Prinz Charles mit «Können Sie mich hören?» und «Können Sie mich sehen?» begonnen, gibt SkyNews.com preis. Aber trotz einigen Computerproblemen und einem teils eingefrorenen Bildschirm habe der künftige König engagiert über seine eigene Erfahrung und seine Sorge um weitere Pandemien gesprochen.

Selbst die Tatsache, dass es eigentlich verboten sei, mit Royals über deren Gesundheitszustand zu sprechen, habe ihn nicht davon abgehalten, offenherzig Auskunft über seine Virusansteckung zu geben.

Charles ist frustriert

Ebenso offen äußerte Charles auch seine Frustration: Je mehr man die Welt erodiere, desto mehr zerstöre man die biologische Vielfalt. So setze sich die Menschheit Pandemien aus. «Wir hatten schon andere Katastrophen mit Sars und Ebola, und wer weiß, was nach Corona noch kommt.»

(L'essentiel/kf)

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