Bildung und Erziehung in Luxemburg: «Werte der Demokratie» sollen an kommende Generationen weitergegeben werden

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Bildung und Erziehung in Luxemburg«Werte der Demokratie» sollen an kommende Generationen weitergegeben werden

LUXEMBURG – Zum ersten Mal wird in den Gymnasien des Großherzogtums ab dem 24. Oktober die Woche der Demokratie und der Staatsbürgerschaft stattfinden.

von
Marion Mellinger
Die Wahl der Schülervertretungen findet währen der Woche der Demokratie und Staatsbürgerschaft statt.

Die Wahl der Schülervertretungen findet währen der Woche der Demokratie und Staatsbürgerschaft statt.

Vincent Lescaut

Das Ziel der Veranstaltung ist klar: die Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Eltern, sollen motiviert werden, am schulischen Leben teilzuhaben. «Es ist wichtig, die Werte der Demokratie an jede weitere Generation weiterzugeben», erklärt Bildungsminister Claude Meisch (DP) bei der Vorstellung der Initiative. «Das ist etwas, das sich auch in der Schule abspielen muss. Diese Veranstaltungswoche ist auch eine Einladung an die Schulleitungen, die Demokratie in der Schule lebendig werden zu lassen».

Bildung ist eine Frage, die alle betrifft. «Es braucht verschiedene Mitwirkende, um ein Kind aufwachsen und seine Fähigkeiten entwickeln zu lassen. Eltern und Schüler sind Partner, wenn es darum geht, eine Schule lebendig zu machen, aber auch, um ein schulisches System zu entwickeln», fügt Minister Meisch hinzu.

«Wir haben das Recht, uns zu äußern»

Um die Schüler zu motivieren, in der Schule mitzumachen, hält man die Woche der Demokratie und der Staatsbürgerschaft gleichzeitig mit der Wahl der Schülervertretungen ab. «Es ist wichtig für die Schüler, die Jugend im Allgemeinen, sich einzubringen. Das ist unsere Zukunft. Wir haben das Recht, uns dazu zu äußern und unsere Meinung zu sagen», sagt Dany Semedo, der Vize-Präsident der nationalen Schülervertretung.

Eine ebenso wichtige Rolle in der Schule spielen die Eltern der Schülerinnen und Schüler. Die Wahl der Elternvertretung kann eine Gelegenheit sein, sich einzubringen. «Ich möchte den Eltern sagen, engagieren Sie sich, nehmen Sie Teil. Es geht um die Zukunft Ihrer Kinder», so Alain Messen, der Präsident der nationalen Elternvertretung. «Das ist wichtig für jeden, der will, dass die Dinge sich entwickeln. Je zahlreicher wir sind, je mehr Ideen wir haben, desto stärker sind wir und desto mehr können wir unsere Stimme hören lassen».

Die Schülervertretung bekommt mehr Kompetenzen

Eine Neuregelung im Bezug auf die Schülervertretung wird deren Autonomie vergrößern und es ihr erleichtern, ihre Aufgabe wahrzunehmen. Die Mitglieder werden eine spezielle Fortbildung erhalten, sowie eine an ihre Bedürfnisse angepasste Betreuung sowie ein eigenes Budget. «Das Ziel ist, dass alle Gymnasien einen partizipativen Ansatz verfolgen und dass die Schülerinnen und Schüler als kompetente Mitwirkende der Schule betrachtet werden», erklärt Minister Meisch.

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